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Eckernförde Eckernförder Bank schließt Außenstellen
Lokales Eckernförde Eckernförder Bank schließt Außenstellen
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12:53 29.05.2019
Von Tilmann Post
Die Filiale der Eckernförder Bank an der Friedrichsorter Straße 40b in Kiel-Pries wird zum 30. Juni 2019 geschlossen. Das gleiche passiert mit der Außenstelle an der Dorfstraße 16 in Rieseby. Quelle: jrk:Jens Rönnau
Eckernförde

Die Entscheidung kommt überraschend: Noch im Januar hieß es bei der Vorstellung des Jahresabschlusses der Volks-Raiffeisenbank mit Hauptsitz in Eckernförde, dass keine Schließungen geplant sind. "Zu dem Zeitpunkt stand die Entscheidung noch nicht fest", sagte Vorstandsmitglied Sönke Saß am Mittwoch.

Der Grund für die Schließung der Filialen Kiel-Pries und Rieseby ist das geänderte Kundenverhalten. In die kleineren Geschäftsstellen kommen kaum noch Kunden, so Saß. "Vor Ort werden nur noch 15 bis 20 Prozent der Bankgeschäfte erledigt", sagte er. Gleichzeitig werden das telefonische Servicecenter und das Online-Angebot immer stärker genutzt.

Entlassen wird niemand

Die beiden betroffenen Filialen sind seit rund zwei Jahren nur noch halbtags geöffnet. Auch die Kundenzahl ist rückläufig. Sönke Saß zufolge unterhalten in Pries derzeit rund 900 Menschen ein Girokonto bei der Eckernförder Bank, in Rieseby sind es 800. Das sei ein Rückgang von 20 bis 30 Prozent in den vergangenen Jahren.

Jeweils zwei Mitarbeiterinnen sind in Pries und Rieseby beschäftigt. Sie kommen laut Saß in den nächstgelegenen Außenstellen unter, das heißt in der Eckernförder Hauptstelle und in Dänischenhagen. Entlassen werde nach der Schließung niemand.

Geldautomaten bleiben in Rieseby und Kiel-Pries

Sönke Saß bedauerte die Entscheidung des Vorstands, der die Rückendeckung des Aufsichtsrats hat. In beiden Gebäuden, die sich im Eigentum der Eckernförder Bank befinden, bleiben jedoch Geldautomaten und Kontoauszugsdrucker stehen. Zudem können die Kunden die Beratung in den nächstgelegenen Filialen nutzen oder einen Termin zu Hause vereinbaren.

Mit den Schließungen setzt sich der Fragmentierungsprozess der Bankenbranche fort. Zuletzt hatte die Förde-Sparkasse im Jahr 2016 bei zahlreichen Filialen den Rotstift angesetzt, unter anderem in Eckernförde. In Osdorf traf das Geldinstitut auf Widerstand. Bereits 2013 waren ebenfalls Geschäftsstellen geschlossen worden.

Die Eckernförder Bank gehört mit einer Bilanzsumme von 402 Millionen Euro zu den kleinen Genossenschaftsbanken im Land. Die 95 Mitarbeiter bedienen 21 700 Kunden. 16 700 Girokonten werden bei der Eckernförder Bank geführt.

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