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Eckernförde Mehrheit für die große Lösung
Lokales Eckernförde Mehrheit für die große Lösung
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20:02 10.09.2019
Von Christoph Rohde
Erst muss die marode Spundwand samt Kaimauer saniert werden, dann kann die neue Promenade an der Gaehtjestraße folgen. In der großen Variante ist auch ein Wassersteg vorgesehen. Quelle: Christoph Rohde
Eckernförde

Die Landschaftsarchitekten des Kieler Büros BHF stellten mehrere Alternativen für den 2000 Quadratmeter großen Bereich am Innenhafen vor. Ihr Favorit, die Variante 1, überzeugte auch im Bauausschuss. Der Entwurf sieht vor, dass der bisherige Pflanzhügel und der leer stehende Kiosk samt (geschlossener) öffentlicher Toilette abgetragen werden. An deren Stelle soll ein Beet entstehen, dass von 90 Zentimetern auf 30 Zentimeter zur Straße hin leicht absinkt. Anregung dazu hätten die „toll gepflegten Beete“ der Stadtgärtnerei in Eckernförde gegeben, so Planer Jens Bendfeldt. „Auf die sind wir als Kieler neidisch“, fügte er mit einem Lächeln hinzu.

Der große Solitär und die Baumreihe zur Gaehtjestraße bleiben erhalten

Die Baumreihe zur Gaehtjestraße hin bleibt erhalten, ebenso der große Solitärbaum am alten Kioskgebäude. Drei Durchgänge sollen von der Straße zum neuen Platz am Innenhafen führen. Bänke aus Naturstein laden an der Wasserkante zum Verweilen ein. Auf Wasserhöhe soll ein Holzsteg entlang führen, der ebenfalls Sitzmöglichkeiten bietet. Abgerundet wird das Ganze mit einer atmosphärischen Beleuchtung. „Keine Zickzack-Lampen wie am Hafen gegenüber“, so Bendfeldt. Weitergedacht werden müsse die Anbindung Richtung Parkplatz, die jetzt ein Nadelöhr darstelle, empfahl der Planer.

Kosten für die Variante 1 liegen bei 1,1 Millionen Euro netto

Als Hochwasserschutz soll die 90 Zentimeter hohe Beetkante dienen. Die Durchgänge ließen sich mit Bohlen in entsprechenden Aufnahmen verschließen. Ob zur Wasserkante hin noch ein Geländer hinzukommt, ist nach Angaben des Planers optional. Die gesamten Kosten für die Variante 1 belaufen sich auf 1,1 Millionen Euro (netto). Sie ist damit die teuerste Lösung. Eine abgespeckte Alternative ohne Wassersteg gäbe es für 721000 Euro, eine Lösung nur mit Hecke statt Beet läge bei 724000 Euro und ein weitgehend freier Platz mit einem Sonnen- und Regenschutz-Segel käme auf 830000 Euro.

Das Land fördert den Promenaden-Bau zu 50 Prozent

Bezahlen müsste Eckernförde davon nur die Hälfte. Nach Angaben von Bürgermeister Jörg Sibbel hat das Land Ende 2015 das Förderprogramm „Stadt im Wandel“ aufgelegt. Eckernförde ist dabei in die Riege der Projekte vorgedrungen, die eine Förderung bekommen. Vorausgesetzt, bis Jahresende wird eine Entwurfsplanung samt Kostenschätzung bei der Investitionsbank eingereicht. Dann kommt das Ostseebad in den Genuss einer 50-prozentigen Förderung. Das wären bei 1,2 Millionen Euro (brutto) 660000 Euro.

Sieben zu vier Stimmen im Ausschuss für die große Lösung

2017 hatte ein Bürgerentscheid ergeben, dass auf der Wasserseite der Gaehtjestraße keine Bebauung stattfindet. An der Fortsetzung der Promenade, die schon im Rahmen der Nooröffnung geplant war, wolle man aber festhalten, sagte Sibbel. Mit sieben zu vier Stimmen sprach sich der Bauausschuss für die große Variante aus. Mit gleicher Stimmenmehrheit wurde ein Änderungsantrag der Grünen angenommen, der eine vertiefende Betrachtung des Hochwasserschutzes, Schallschutzes zur Straße hin und der Anbindung der Promenade an Nooröffnung und Borbyer Ufer vorsieht.

Vor dem Promenaden-Bau muss die Spundwand erneuert werden

Klar ist, dass vor Veränderungen an der Wasserseite der Gaehtjestraße die marode Spundwand samt Kaimauer von dem Hafenbetreiber Stadtwerke erneuert werden muss. Kritik regte sich im Ausschuss an dem Wassersteg. Rainer Beuthel (Linke) sah „keinen wirklichen Gebrauchswert“ für den Preis von 180000 Euro für die Stadt. Frauke Piechatzek (SPD) wollte ebenfalls darauf verzichten und den Steg den Stadtwerken überlassen. Vertreter von CDU und SSW sprachen sich für die komplette Variante aus.

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