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Eckernförde "Da kommt eine Menge auf uns zu"
Lokales Eckernförde "Da kommt eine Menge auf uns zu"
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06:47 23.09.2019
Von Christoph Rohde
2020 geht die Stadthallen-Sanierung in die heiße Phase. Doch dabei bleibt es nicht: Weitere Investitionen in Millionenhöhe stehen der Stadt bevor. Quelle: Christoph Rohde
Eckernförde

Der Finanzausschuss beschloss jetzt, die veraltete Prioritätenliste für Investitionen fortzuschreiben. 2016 hatte ein interfraktioneller Arbeitskreis die Rangfolge städtischer Projekte festgelegt. Diese Liste ist inzwischen überholt. Viele Dinge haben sich verschoben, einige sind abgearbeitet und neue hinzugekommen.

Die Schaffung zusätzlichen Parkraums in der Innenstadt – „Bahnhof und/oder Grüner Weg und/oder Drittes Gleis“ – stand ursprünglich noch ganz oben in der Dringlichkeit für 2017/2018. Umgesetzt ist davon bislang nichts. Dagegen ist der Umzug der Gorch-Fock-Schule an den Wulfsteert mit der Verschmelzung zur neuen Sprottenschule vollzogen, auch wenn noch Ausbauten laufen.

Prioritätenliste muss weiterentwickelt werden

Auf Antrag der Grünen soll jetzt der Arbeitskreis Haushaltskonsolidierung erneut einberufen werden, um die Prioritätenliste den aktuellen Gegebenheiten anzupassen und sie weiterzuentwickeln. „Durch die konjunkturelle Entwicklung und die Veränderung politischer Themenschwerpunkte ist das für 2021 und die folgenden Jahre erforderlich“, erklärte Jenny Kannengießer (Grüne) im Finanzausschuss. Aus zeitlichen und planerischen Gründen könne das Haushaltsjahr 2020 nicht mehr einbezogen werden.

Stadt steht 2020 vor großen Herausforderungen

Für das kommende Jahr sieht Bürgermeister Sibbel die Stadt vor großen finanziellen Herausforderungen. 2020 läuft die heiße Phase der 6,6 Millionen Euro teuren Stadthallen-Sanierung. Für die Sprottenschule, die ein pädagogisches Zentrum im Innenhof erhält, wird eine große Rate fällig. Über die Zukunft der leer stehenden Willers-Jessen-Schule muss entschieden werden. Das Radverkehrskonzept mit Maßnahmen in Höhe von 3,6 Millionen Euro steht in den Startlöchern. Parkraum ist neu zu ordnen. Und der Hochwasserschutz wird Kosten in Millionenhöhe verursachen. 

Für 2018 wird ein Jahresüberschuss von 1,2 Millionen Euro erwartet

In den vergangenen Jahren konnte sich die Stadt noch über Haushaltsüberschüsse freuen – auch dank vorsichtig kalkulierter Ausgaben. Die aufgrund der Umstellung der Haushaltsführung von Kameralistik auf Doppik nachzuholenden Abschlüsse 2016 und 2017 erbrachten ein Plus von 975<VG>000 Euro beziehungsweise 3,25 Millionen Euro. Das Vermögen der Stadt stieg auf 131 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote liegt mit 52 Prozent deutlich über dem Landesdurchschnitt (38,4 Prozent). Auch für den Rechnungsabschluss 2018 erwartet die Verwaltung noch einen Jahresüberschuss von voraussichtlich 1,2 Millionen Euro. 

Eckernförde verfügt nur über eine geringe Steuerkraft

„Die Finanzlage ist solide“, bilanziert Sibbel. Der Haushalt habe gesunde Strukturen. Gleichzeitig müsse die Stadt aber ein enormes Investitionsvolumen stemmen. Dies resultiere aus ihrer Bedeutung als Tourismusstandort und aus der Steigerung der Attraktivität der Innenstadt. Auf der Einnahmenseite verfügt Eckernförde laut Sibbel aber über eine geringe Steuerkraft. Fünf Millionen Euro beispielsweise erhält die Stadt aus der Gewerbesteuer. Das ähnlich große Quickborn ist dagegen mit 25 Millionen dabei.

Dafür schätzt Sibbel die Schulden Eckernfördes als „relativ gering“ ein. Das tatsächliche Minus liege derzeit bei unter acht Millionen Euro. Das größere Rendsburg ist bei einer Verschuldung von derzeit 60 Millionen Euro angekommen. Schleswig liegt bei 25 Millionen Euro.

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