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Eckernförde Flagge zeigen für das Miteinander
Lokales Eckernförde Flagge zeigen für das Miteinander
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11:38 23.10.2019
Von Christoph Rohde
Laden ein, die Holzbrücke leuchten und klingen zu lassen: Gunda Wohlenberg (Kirchengemeinderat Borby, v. li.), Pastor Ulrich Vogel (Danske Kirke), Ekkehardt Conrad (Gemeindeteam St. Ansgar/Peter und Paul), Pastor Rainer Kluß (Borby), Predigerin Carola L‘hoest (Gemeinschaft in der ev. Kirche), Pastor Michael Jordan (St. Nicolai) und Pastor Philipp Bömer (Freikirche). Quelle: Christoph Rohde
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Eckernförde

Brücken bauen, das soll auch diese Veranstaltung. „Es geht um den Frieden, den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Frage, was können wir als Kirche dazu beitragen“, sagt Pastor Michael Jordan (St. Nicolai). Dafür haben sich überkonfessionell alle christlichen Gemeinden Eckernfördes zusammengetan. In den Fokus wollen sie das Miteinander und den Respekt gegenüber anderen stellen. Speziell geht es um Ehrenamtliche und Hauptamtliche, die sich in der Politik oder als Einsatzkräfte für die Gesellschaft engagieren, dabei aber auch Anfeindungen ausgesetzt sind.

Eine offene Gesellschaft lebt von Engagement

„Wir wollen zeigen: Wir brauchen euch, wir stehen hinter eurem Einsatz“, betont der Seelsorger. Als sichtbares Zeichen wird die Eckernförder Holzbrücke am Reformationstag leuchten und klingen. Möglichst viele sollen dabei mitmachen und – wenn vorhanden – eine Laterne mitbringen. Zur Premiere im vergangenen Jahr kamen immerhin rund 500 Teilnehmer, die Flagge zeigten für Demokratie und eine offene Gesellschaft, die von ehrenamtlichem und beruflichen Engagement lebt. Zur Situation in Eckernförde werden während der Aktion Bürgermeister Jörg Sibbel sowie Vertreter von Polizei und Rettungskräften befragt.

Ein historischer Moment für die Christengemeinden

Den Zusammenhalt soll ein gemeinsames Singen auf der von Laternen beleuchteten Holzbrücke stärken. Geplant sind Lieder wie „We shall overcome“, „Der Mond ist aufgegangen“ und das dänische „Du hast Millionen von Sternen entzündet“. Ferner spielen die Jugendband plan-los und die Posaunenchöre Borby/St.Nicolai. Zusammen rücken an diesem Abend auch die Eckernförder Christengemeinden. Erstmals haben sich alle Sechs gemeinsam an einen Tisch gesetzt. „Ein historischer Moment“, sagt Pastor Philipp Bömer (Freikirche). Ihn freue besonders, dass die katholische Pfarrei mit im Boot sei.

Eine Wunde beginnt sich zu schließen

Ekkehardt Conrad (Gemeindeteam St. Ansgar/Peter und Paul) nennt die Reformation einen schmerzlichen Tag für Katholiken und Protestanten, da sich die Kirche geteilt habe. „Aber bei allen Unterschieden, gibt es Gemeinsamkeiten“, betont er. „Hier beginnt sich eine Wunde zu schließen.“ Die Brücken-Aktion trage dazu bei, christliche Werte hochzuhalten, in einer Welt, die immer mehr an Werten verliere. Jordan hatte zuvor Politiker, die aufgrund ihrer Überzeugung bedroht, und Rettungskräfte, die im Einsatz behindert werden, als Beispiele genannt.

Grenzüberschreitendes Miteinander

Pastor Ulrich Vogel (Danske Kirke) legt auch Wert auf das grenzüberschreitende Miteinander. „Wir als Minderheit wollen uns nicht abschotten, sondern zeigen, dass wir Teil der Gesellschaft sind“, sagt er. Das Brücken bauen soll auch 2020 anlässlich von 100 Jahren Grenzziehung in den Mittelpunkt rücken.

Aktion „Die Brücke leuchtet und klingt“, Donnerstag, 31. Oktober, 18.30 Uhr mit Laternen an der Eckernförder Holzbrücke.

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