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Eckernförde Förderzentren werden digitaler
Lokales Eckernförde Förderzentren werden digitaler
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19:31 27.11.2019
Von Christoph Rohde
Finn (17) kann selbst nicht lesen. Auf dem Tablet tippt er Texte, die ihm anschließend digital vorgelesen werden. Schulbegleiterin Susanne Riecke (links) hilft ihm dabei. Im Hintergrund: die Grünen-Politikerinnen Marret Bohn und Kirsten Zülsdorff. Quelle: Christoph Rohde
Eckernförde

Es müssen Konzepte geschrieben, Dokumentationen ausgefüllt, Datenschutzrichtlinien erfüllt und Schulungen besucht werden. „Wir kommen jetzt an ein Limit“, sagte Schulleiterin Ulla Engel gestern bei einem Informationsbesuch der Grünen-Politikerinnen Marret Bohn (Landtagsfraktion) und Kirsten Zülsdorff (Kreistagsfraktion). Es fehle einfach die Zeit, sich selbst richtig einzuarbeiten. Schützenhilfe kommt vom Kreis: Er organisiert für die drei Förderzentren in Rendsburg-Eckernförde eine gemeinsame Fortbildung.

Kreis bietet Schulungen an

„Wir können die Schulen bei der Wartung der Systeme nicht allein lassen“, bekräftigt Bohn. Unterstützung bei Schulungen ist auch in Kooperation mit dem Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen (IQSH) geplant. Den Kreis Rendsburg-Eckernförde nennt sie ein Paradebeispiel, wie es vor Ort laufen kann. Gleichzeitig ist Bohn bewusst, dass die Digitalisierung einen „Kraftakt“ für die Schulen bedeutet. Doch Deutschland hinke hier anderen Ländern hinterher. Der Bund stellt deshalb fünf Milliarden Euro, verteilt auf fünf Jahre, für den Digitalpakt Schule zur Verfügung.

Drei interaktive Tafeln stehen auf der Wunschliste

Umgerechnet auf die Schule am Noor bedeutet dies jährliche 18<VG>000 Euro, die der Kreis noch einmal auf 25000 Euro aufstockt. „Das haben wir als festes Digitalbudget eingeplant“, sagt Marco Röschmann vom Fachdienst Schulen. Damit kann an der Schule am Noor die digitale Infrastruktur weiter ausgebaut werden. Über die Ausstattung kann Engel nicht klagen. „Wir bekommen alles, was wir brauchen.“ So gibt es einen Klassensatz Laptops, ein Tablet für jede Klasse sowie fünf interaktive Tafeln mit Beamern. Drei weitere stehen noch auf der Wunschliste der Schule.

Leseschwächen digital ausgleichen

Dazu kommen spezifische Lernprogramme. Welchen Nutzen sie in einem Förderzentrum für geistige Entwicklung wie der Schule am Noor haben, erläutert Engel: „Wir haben zum Beispiel Kinder, die nicht sprechen, aber Sprache verstehen.“ Ein spezielles Programm auf einem Tablet ermöglicht es ihnen, sich auszudrücken. Auch Leseschwächen können auf diese Weise ausgeglichen werden. Da wird das Tablet, auf dem der Schüler schreiben kann, zur Lernmotivation. Auch einführende Filme auf der interaktiven Tafel können ein Unterrichtsthema näher bringen.

Anbau ab Ende 2020 geplant

Bei aller Digitalisierung legt die Schule am Noor weiterhin Wert auf Sprache, Musik, Bewegung und Erleben. Zwar müssen die Schüler lernen, mit den „Medien unserer Zeit“ umzugehen und auch die Möglichkeiten ihres Smartphones verantwortungsbewusst zu nutzen, wie Engel betont. Gleichzeitig sei das Digitale aber nur eine Stütze für den Unterricht. „Kein Kind lernt nur digital“, so Engel. Die Schule am Noor besuchen derzeit 108 Schüler mit steigender Tendenz. Etwa die Hälfte der Jungen und Mädchen sind Heimkinder, unter anderem aus dem Heilpädagogium. Ab November 2020 wird an der Schule ein Anbau errichtet für drei weitere Klassenräume, eine Aula und einen Raum für die offene Ganztagsschule.

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