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Eckernförde Ungeklärte Havarie des "Meteor"-Modells
Lokales Eckernförde Ungeklärte Havarie des "Meteor"-Modells
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18:21 05.02.2019
Von Christoph Rohde
Lorenz Marckwardt und das beschädigte Modell der kaiserlichen „Meteor“. Quelle: Christoph Rohde
Eckernförde

Zwei Männer und drei Frauen bereichern jetzt den knapp 70 Mitglieder starken Verein, der als eine Keimzelle des deutschen Hochsee-Segelsports gilt. 1906 war er von jungen Eckernförder Fischern gegründet worden, um den damals im Segelsport führenden Engländern Paroli zu bieten. Die mit Schot und Pinne erfahrenen Fischer wollten zeigen, dass sie ebenbürtig sind. Gleichzeitig wurde so die fangarme Sommerzeit mit einer neuen Einnahmequelle überbrückt. Die 1842 ins Leben gerufene Kieler Woche mit der Wettfahrt nach Eckernförde kam da gerade recht.

Ein Geschenk vom Kaiserlichen Yachtclub Kiel

Im Verein finden sich zwar keine aktiven Jachtmatrosen mehr. Doch viele Mitglieder sind passionierte Segler und einige, wie der Vorsitzende Lorenz „Lorne“ Marckwardt, haben sich selbst noch in jungen Jahren auf privaten Jachten als Deckshand verdingt. Sichtbares Zeichen der Tradition ist das Modell der kaiserlichen Jacht „Meteor“, die dem Verein 1931 zu seinem 25-jährigen Bestehen vom damaligen Kaiserlichen Yachtclub Kiel geschenkt wurde. Doch die „Meteor“, die zuletzt im Clubrestaurant des Segelclubs Eckernförde stand, hat eine Havarie erlitten.

"Keiner wusste, wie das Schiff da hinkam"

Das Modell sei ohne Wissen des Vereins aus der Vitrine genommen und dabei stark beschädigt worden, ärgert sich Marckwardt. Wie es dazu kam, ist unklar. „Keiner wusste, wie das Schiff da hingekommen ist“, wundert sich der Vorsitzende nach Nachfragen beim SCE. Derzeit ist die „Meteor“ im Hause Marckwardt vor Anker gegangen. Dort soll das historische Modell von kundigen Vereinsmitgliedern repariert werden. Einige Leinen sind abgerissen, Fahnenstock und eine Spiere am Großmast abgebrochen. Das sieht nicht schön aus, ist aber behebbar.

Offen ist, wo das Modell künftig steht

Empört ist der Jachtmannschaften-Chef, dass der Verein nicht informiert wurde. „So kann man mit uns nicht umgehen“, sagt er. Schließlich sei der Traditionsverein ein kleines Aushängeschild für den SCE. Offen ist bislang auch, wo das Modell, das schon auf der Ausstellung „Royal Yachting“ von Robbe & Berking präsentiert wurde, künftig stehen wird. Laut Marckwardt schlägt der Club einen neuen Platz im Foyer vor. Doch damit könnten sich die Jachtmannschaften nicht anfreunden. Jetzt soll erst einmal abgewartet werden, wie sich der SCE nach seinen anstehenden Neuwahlen positioniert.

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