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Eckernförde St. Nicolai will nachhaltiger werden
Lokales Eckernförde St. Nicolai will nachhaltiger werden
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18:38 05.09.2019
Von Christoph Rohde
Die neuen Blühbeete vor der St.-Nicolai-Kirche sind nur ein Mosaikstein auf dem Weg für mehr Aufmerksamkeit für die Umwelt. Die Pastoren Ullrich Schiller, Michael Jordan, Klaus Kaiser sowie Dirk Homrighausen und Kirchenmusikdirektorin Katja Kanowski (v. li.) planen weitere Aktionen und ein Konzert. Quelle: Christoph Rohde
Eckernförde

Die Nordkirche hat beschlossen, bis 2050 klimaneutral zu werden. Der Kirchenkreis Rendsburg-Eckernförde erhielt bereits das Zertifikat Grüner Hahn für seine Verwaltung. St. Nicolai ist jetzt eine der ersten Gemeinden, die sich verschärften Umweltanforderungen stellen. „Die Erde zu pflegen und zu schützen, ist ein Auftrag auch an die Kirche“, sagt Pastor Michael Jordan. Und das nicht nur, weil Klimaschutz gerade ein gesellschaftliches Thema sei.

Für die Bestandsaufnahme wird ein Umweltteam eingesetzt

St. Nicolai will sich der Herausforderung stellen. Im Rahmen des 10-Uhr-Gottesdienstes am Sonntag wird ein Umweltteam unter Leitung von Sven Lassen eingesetzt, um das Umweltmanagement anzuschieben. „Jeder, der mitwirken möchte, ist willkommen“, sagt Pastor Dirk Homrighausen. Zunächst geht es um eine Bestandsaufnahme der Energieverbräuche kirchlicher Gebäude. Nicht minder wichtig sind aber auch nachhaltiges Wirtschaften, Beschaffung langlebiger Materialien sowie der Verbrauch von Lebensmitteln, die biologisch und fair produziert wurden.

Blühbeete vor der Kirche sind mit insektenfreundlichen Pflanzen bestückt

Der Analyse folgen Maßnahmen und Ziele, deren Erreichen überprüft wird. Am Ende soll das Zertifikat Grüner Hahn für die Kirchengemeinde stehen. Schon bei der umfassenden Sanierung der Kirche wurden ökologische Baustoffe und Energieeinsparungen wie LED-Lampen berücksichtigt. Ein anderes Beispiel sind die neuen Blühbeete vor der Kirche, die insektenfreundlich mit heimischen Pflanzen bestückt werden. Umweltfachkraft Julia Maria Hermann vom Kirchenkreis unterstützt auf dem künftigen Weg. Auch mit Umweltexperten in Stadt und Kreis ist St. Nicolai vernetzt.

Konfirmanden drehen kleine Filme zum Thema Schöpfung

„Wir wollen hin- und nicht wegschauen, welche Folgen der Klimawandel hat“, sagt Homrighausen. „Und wir wollen als Institution unseren Beitrag für den Klima- und Umweltschutz leisten.“ Entsprechend gibt es weitere Aktionen: Pastor Ullrich Schiller etwa plant, mit Konfirmanden kleine Filme über positive und negative Aspekte zum Thema Schöpfung zu drehen. Am 15. September folgt ein Gottesdienst mit Pastor Klaus Kaiser zu der Schöpfungsaussage „...und siehe, es war gut“. Und am 22. September, 17 Uhr, erklingt in der St.-Nicolai-Kirche das Oratorium „Die Schöpfung“ von Joseph Haydn.

Nicolaichor und Orchester lassen Haydns "Die Schöpfung" erklingen

„Es ist Haydns größtes Werk, ein bildreiches Lobpreisen der Schöpfung“, sagt Kirchenmusikdirektorin Katja Kanowski. Seit Jahresanfang probt der Nicolaichor und wird gemeinsam mit Solisten und einem 38-köpfigen Orchester die Elemente und die Lebewesen der Erde musikalisch aufwendig in Szene setzen. Für den 19. September, 19 Uhr, ist in der Kirche eine Einführung geplant. Der Vorverkauf beginnt diesen Sonntag im Turmraum nach dem Gottesdienst. An den anderen Tagen 10 bis 12 Uhr und 15 bis 17 Uhr.

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