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Eckernförde Green Screen erreicht Wachstumsgrenzen
Lokales Eckernförde Green Screen erreicht Wachstumsgrenzen
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13:42 01.10.2019
Von Christoph Rohde
Freuen sich auf das Festival: (v. l.) Eva Lufft, Ulrike Lafrenz, Markus Behrens, Martin Krohn, Dirk Steffens, Peter Beushausen, Carsten Füg und Michael van Bürk vom Green-Screen-Team. Quelle: Christoph Rohde
Eckernförde

„Wir erwarten mehr Besucher als Eckernförde Einwohner hat“, blickt Festivalleiter Dirk Steffens voraus. Noch sind für einen Teil der Filme Tickets erhältlich. Gerade die kleinen Spielstätten sind aber häufig ausverkauft. Für einen Sprung nach vorn sorgt die Stadthalle. „Der große Saal wird stärker angenommen“, sagt Mitarbeiter Carsten Füg. Mehr Besucher als in den Vorjahren hätten sich gemeldet. Insgesamt rund 1000 Plätze stehen an den sechs Spielstätten zur Verfügung. Damit ist langsam das Limit in Eckernförde erreicht.

Sonderveranstaltungen im Seminarraum

„Wir wollen die Zahlen nicht verdoppeln“, sagt Steffens. „Wir machen das, was wir managen können, was in die Stadt passt und was gut ist“, fügt er hinzu. Diesmal kommt für Sonderveranstaltungen der Seminarraum im Stadthallenrestaurant dazu. Für jeweils 200 Personen laufen hier Angebote wie eine Lesung mit dem Wissenschaftsjournalisten Volker Arzt (ausverkauft) und ein Multimedia-Vortrag mit dem Wetterexperten Frank Böttcher zum Thema Extremwetter (Freitag, 18 Uhr).

Filmemacher greifen verstärkt das Thema Umwelt auf

Die Umwelt und ihre Bedrohung durch den Menschen werden verstärkt vom Naturfilm aufgegriffen. „Die Zahl der Filmemacher, die sich damit befasst, nimmt rapide zu“, sagt Steffens. Die Zeit, in der Naturfilme nur die heile Welt zeigten, sei vorbei, konstatiert er. Das Schöne und das Investigative vermischen sich im modernen Naturfilm. Eine neue Herausforderung stellen die Verbreitungswege dar. Immer mehr gewinnen Streamingdienste wie Netflix an Bedeutung. Steffens: Der Markt rüstet sich zu einem Verteilungskampf, da muss sich auch Green Screen attraktiv halten“.

Green Screen ist Deutschlands größter Branchentreff

Das Festival ist dafür auf einem guten Weg. Bekannte Köpfe aus der Filmszene und Entscheider aus der Produktion bereichern zunehmend Europas erfolgreichstes Naturfilm-Ereignis. Eckernförde hat sich zum größten Branchentreff Deutschlands entwickelt. Über 200 Akkreditierte aus der Naturfilmszene sprechen für sich, rund zehn Prozent kommen aus dem Ausland. Zugpferde sind namhafte Gäste wie Jörn Röver (NDR Naturfilm) und Ralf Rückauer (ZDF Enterprises).

Bedeutung des Naturfilms in der Klimawandel-Debatte

Am Ende des Jahres wird Green Screen über 40 000 Besucher zählen, die Hälfte davon in Eckernförde. Auch mit 3726 Schülern ist bereits ein neuer Rekord erzielt. Verstärkt entdecken zudem Naturschutzorganisationen den Naturfilm für ihre Anliegen. Auch dafür bietet das Festival 2019 ein Forum. In der gesellschaftlichen Debatte um den Klimawandel komme dem Naturfilm eine wichtige informierende und aufklärende Funktion zu, betont Steffens.

Das Naturfilmfestival Green Screen läuft von Mittwoch bis Sonntag, 15. September, in Eckernförde. Das Programm und noch nicht ausverkaufte Filme sind unter www.greenscreen-festival.de einsehbar.

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