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Eckernförde Seebataillon zeigt "Fast Roping"
Lokales Eckernförde Seebataillon zeigt "Fast Roping"
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16:10 08.08.2019
Von Tilmann Post
Wie während eines ernsten Einsatzes jagte der Helikopter über die Förde auf den Hafen zu, um Soldaten abzuseilen. Die Gäste auf der Pier staunten nicht schlecht, als der Hubschrauber so nahe kam. Quelle: Tilmann Post
Eckernförde

Das Boardingteam der Spezialisten vom Seebataillon sorgte für den Höhepunkt am Mittwoch: Mit einem Hubschrauber jagten die Spezialkräfte in einem großen Bogen über der Förde heran, um sich nur wenige Meter über dem Erprobungsschiff „Mittelgrund“ per „Fast Roping“ abzuseilen.

Die Soldaten zeigten das nur wenige Minuten anhaltende, aber beeindruckende Schauspiel zweimal während des Programms im Marinestützpunkt. „Fast Roping“ wird häufig angewendet, um ein Schiff zu entern, wenn das per Boot nicht möglich ist.

Urlauber fühlten sich wohl im Eckernförder Stützpunkt

Gleich nebenan auf der Pier bei den Marinetauchern ging es beschaulicher zu. Dort war sogar historisches Gerät zu sehen: Stabsbootsmann Holger Fries vom 1. U-Boot-Geschwader zeigte den Besuchern einen funktionstüchtigen Messingtauchhelm, der aus den 1950er-Jahren stammt und noch bis vor zehn Jahren verwendet wurde.

Wer wollte, durfte den Helm aufsetzen und das Gewicht schätzen – rund 20 Kilogramm trägt der Taucher damit auf den Schultern. Die Geschwister Jona (4), Lasse (8) und Paula (9) aus Höxter ließen sich den Test nicht nehmen. „Wir machen Urlaub in Damp. Die Kinder finden es super hier“, sagte ihre Mutter Michaela Schäfer über den Ausflug zur Deutschen Marine.

Tauchhelme mit Licht, Funk, Kamera und Telefon

Auch heute werden Helmtauchgeräte bei der Deutschen Marine verwendet, allerdings in einer modernen Variante, verriet Holger Fries noch. Die sind dann gleich mit Licht, Funk, Kamera und Telefon ausgestattet.

Gegenüber herkömmlichen Leichtgeräten, wie sie auch unter Hobbytauchern gängig sind, können die Soldaten zwei bis vier Stunden länger unter Wasser bleiben und schwere Arbeiten verrichten. Dazu gehören Schneiden, Brennen oder Schweißen.

Neben den beiden zwar grauen, aber zivilen Erprobungsschiffen „Breitgrund“ und „Mittelgrund“ der Wehrtechnischen Dienststelle 71 war auch das Minenjagdboot „Dillingenaus Kiel zu sehen und beim Open Ship zu besichtigen. Wer Glück hatte und einen der begehrten Plätze bei der Tombola gewann, durfte auch an Bord eines U-Boots gehen.

Tornado-Cockpit als Hingucker

Allerdings hatte nicht nur die Marine allerhand beeindruckende Technik zu bieten. Unter anderem war das Taktische Luftwaffengeschwader 51 „Immelmann“ aus Jagel zu Gast, das ein original Cockpit eines Tornado-Kampfjets sowie einen ausgebauten Schleudersitz aufgebaut hatte.

Zudem zog ein mehr als drei Meter langes Triebwerk die Blicke auf sich. Das fast eine Tonne schwere Bauteil sorgt dafür, dass der Tornado auf Schallgeschwindigkeit kommt.

Der Tag des offenen Stützpunkts dient nicht nur der Öffentlichkeitsarbeit der Bundeswehr, sondern seit Abschaffung der Wehrpflicht auch der Nachwuchswerbung. Die Berater im Karrieretruck auf dem Hafengelände konnten sich zumindest nicht über mangelnden Zulauf beschweren.

Marinestützpunkt wächst auf 4000 Dienstposten

Der Marinestützpunkt Eckernförde wächst derzeit stark. Hintergrund sind die Trendwenden Material und Personal durch das Verteidigungsministerium. Damit soll sich der Standort auf mehr als 4000 militärische und zivile Dienstposten vergrößern. Anfang des Jahres waren noch knapp über 3000 Soldaten und Mitarbeiter beschäftigt.

Großen Anteil daran haben die Spezialisten der Deutschen Marine: Das Seebataillon soll allein 1000 Dienstposten erhalten, derzeit sind es rund 800. Das Seebataillon nutzt dazu auch die Hugo-Junkers-Kaserne in Alt Duvenstedt.

Auch das Kommando Spezialkräfte Marine (KSM) wächst auf 300 Dienstposten auf, die Aufstellung einer zweiten Kompanie ist geplant. Der Stützpunkt wird ausgebaut und modernisiert, bis 2021 sind dafür 49 Millionen Euro eingeplant.

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