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Eckernförde "Kiek in de See" muss ersetzt werden
Lokales Eckernförde "Kiek in de See" muss ersetzt werden
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07:12 05.08.2019
Von Tilmann Post
Lothar Meyer von der Eckernförder Firma Neumann „wackert“ lange Stangen in den Sand an der Seebrücke, um an Proben in bis zu zehn Metern Tiefe zu gelangen. Quelle: Tilmann Post
Eckernförde

Nachdem ein Gutachter festgestellt hat, dass die Statik angegriffen ist, wurde klar: Die Seebrücke in Höhe des Hotels Seelust hält höchstens nur noch eine Saison. Spätestens 2020 darf das Bauwerk nicht mehr betreten werden – zu gefährlich.

Hintergrund: Die 42 Betonpfeiler, auf die die Holzkonstruktion montiert ist, sind angegriffen. Sie stehen seit annähernd 40 Jahren im Wasser, wobei Wellengang dafür sorgt, dass der Beton mal dem Ostseesalz, mal der Luft ausgesetzt ist. Das setzt dem Material zu, Risse entstehen, das Eisen des Stahlbetons rostet.

Eckernförde braucht eine neue Seebrücke

„In der laufenden Saison hält die Seebrücke noch, das ist untersucht worden“, sagt Dirk Petersen vom Eckernförder Bauamt. Aber im kommenden Jahr kommt ein Neubau – an gleicher Stelle. Der wirft bereits seine Schatten voraus, denn um neue Pfähle zu gründen, muss der Untergrund untersucht werden.

Das haben jetzt André Pagel und Lothar Meyer von der Eckernförder Firma Neumann mit Sondierungen erledigt. Am Anfang, in der Mitte und am Ende der Seebrücke haben sie Bodenproben aus jeweils bis zu zehn Metern Tiefe geholt – die Laboranalyse steht noch aus, aber das Material sah – wie zu erwarten – vor allem nach Sand aus. „Die Proben werden auch auf ihren Wassergehalt überprüft“, so Pagel.

Neue Brückenpfeiler aus Beton, Stahl oder Holz

„Wenn der Boden bis in zehn Metern Tiefe nicht tragfähig ist, müssen wir tiefer gehen“, so Tiefbau-Ingenieur Axel Sperber aus der Verwaltung. Das sei an der Stelle aber unwahrscheinlich. „Sand ist nicht problematisch, schlimmer wären Weichschichten, etwa Torf“, sagt Sperber.

Wie lang am Ende die Pfähle sein müssen, werde erst entschieden, wenn die Tragfähigkeit des Untergrund ermittelt ist. Auch das Material stehe noch nicht fest. Möglich wäre wieder Beton, aber auch Stahl oder Holz. Alle haben Sperber zufolge Vor- und Nachteile, besonders in der Wechselwasserzone.

Starke Kostensteigerungen beim Bau

Klar ist, dass der Neubau kein Schnäppchen ist: 200.000 Euro sind vorgesehen. „Im Baubereich haben wir es derzeit mit starken Kostensteigerungen zu tun“, sagt Dirk Petersen. Damit ist offen, ob die Summe reicht.

Eckernfördes zweite Seebrücke am Strand neben dem Wellenbad ist nach einer Reparatur am Unterbau 2018 zunächst wieder für einige Jahre in Schuss. „Sie ist über die Steinmole an der Stelle gebaut und liegt deshalb etwas höher als die andere. Deshalb ist sie nicht so stark dem Wellenschlag ausgesetzt“, so Dirk Petersen.

Zudem ist sie nicht auf Beton-, sondern auf Holzpfeiler montiert. Unterhalb der Wasserlinie sei das ein Vorteil, da das Holz gut halte, solange es nicht dem Sauerstoff ausgesetzt sei.

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Um an Material aus zehn Metern Tiefe zu gelangen, ist viel Arbeit nötig. Hier sehen Sie die Bilder.

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