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Eckernförde 400 Tonnen Müll aus Ex-Kleingärten
Lokales Eckernförde 400 Tonnen Müll aus Ex-Kleingärten
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17:53 16.05.2019
Von Christoph Rohde
Dieser Graben dient der Entwässerung angrenzender Niederungsgebiete. Umweltausschuss und Gäste besichtigen das ehemalige Kleingartengebiet an der Norderhake, in das der Skaterpark verlegt werden soll. Quelle: Christoph Rohde
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Eckernförde

Michael Packschies, Leiter der Abteilung für Naturschutz und Landschaftspflege, deutet auf einen Graben, der den Geländestreifen durchschneidet. Das sei die Hauptentwässerung für die Süderhake I, die Stadtwiesen und den Grünen Weg in die Norderhake des Noors. Hier kann es schnell mal feucht werden. Hier böte sich die Anlage eines schönen Nebengewässers an, empfiehlt der städtische Naturschutzexperte.

Vom Rand eines Gewässers wie der Norderhake muss normalerweise aus Naturschutzgründen eine 50 Meter breite Pufferzone eingehalten werden. Doch der Kreis hat signalisiert, dass der Schutzstreifen im Niederungsgebiet auf „mindestens 25 Meter“ reduziert werden darf. Die Untere Naturschutzbehörde (UNB) weist zwar darauf hin, dass die Fläche „großes Potenzial für wertvolle Biotopverhältnisse“ hat, wägt dies aber damit ab, dass bei einer Sportanlage für Jugendliche soziale Belange betroffen seien. So verbleibt ein lang gestrecktes Dreieck am Schulweg, auf dem laut UNB „eine Verlegung von Teilen der Skateranlage vorstellbar ist“. Durch den 25 Meter breiten, geschützten Uferstreifen kann der Wanderweg geführt werden, der in diesem Fall „wassergebunden“, also ohne Versiegelung ausgeführt werden muss.

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80 000 Euro kostete die Kleingarten-Räumung der Stadt

Im Vorfeld der Umnutzung des ehemaligen Kleingartengeländes hat die Stadt die dort noch verbliebenen Hütten abräumen lassen. Dies war bis zu Beginn der Brutsaison Ende Februar geschehen. Nach Angaben von Tiefbauamts-Leiter Axel Sperber war das Gelände so feucht und matschig, dass der Einsatz eines Raupenfahrzeugs erforderlich war. Nach zwei Nachräumungen des Geländes, das insgesamt 14 Parzellen mit mindestens jeweils einer Hütte umfasste, steht die Bilanz: 80<VG>000 Euro verschlangen die Abräumkosten, davon entfiel allein ein Drittel auf die Entsorgung.

Laut Sperber mussten Schadstoffe wie Asbest und Bitumen entsorgt werden. „Die sind jetzt weg.“ Allerdings finden sich auf dem Gelände immer noch einzelne, verstreute Glasscherben, Steinreste und Kunststofffetzen. Insgesamt wurden 400 Tonnen Abraum und Müll aus der Kleingartenanlage geholt. Das verblüffte nicht nur die Ausschussmitglieder. „Auch ich hatte mit so einer Menge nicht gerechnet“, gestand der Tiefbauamtsleiter.

Verstreute Scherben und Plastikreste erfordern eine Feinsammlung

Für Jens Loewer (SPD) steht die geplante Fläche am Schulweg in der Form für einen Skaterpark nicht zur Verfügung. Der Untergrund sei zu matschig, urteilte er. „Da versinkt man.“ Bernd Ernstmeyer (Grüne) ärgerten die hohen Kosten für die Räumung der ehemaligen Kleingartenhütten. Eigentlich hätte der Investor (Kino/Verbrauchermarkt) das Geld zahlen müssen, sagte er. „Hier wird ein Problem verallgemeinert, da platzt mir die Hutschnur“. Dirk Willi Möller (CDU) entgegnete, dass die Stadt die Hütten der aufgegebenen Anlage so oder so nicht hätte stehen lassen können.

Da noch kleinere Scherben und Plastikreste auf dem Gelände liegen, wird eine „Feinsammlung“ erforderlich, bevor das geräumte Areal zuwächst. Der Kleingartenverein will unter seinen Mitgliedern dafür werben. Auch andere engagierte Freiwillige sollen angesprochen werden.

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