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Eckernförde Ein Plan für weniger Lärm
Lokales Eckernförde Ein Plan für weniger Lärm
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17:22 21.09.2018
Von Christoph Rohde
Viel befahrene Straßen sind Stress für Mensch und Umwelt. Der Lärmaktionsplan der Stadt Eckernförde soll die Belastung vermindern. Quelle: Axel Heimken
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Eckernförde

Da wunderte sich manches Ausschussmitglied, fanden sich doch vor fünf Jahren noch weitere Straßen wie Mühlenberg, Gaehtjestraße und Reeperbahn in der Liste. „Doch die sind nicht mehr als Landesstraße klassifiziert“, informierte Axel Sperber vom Tiefbauamt. Gleichzeitig sind hier Lärmschutzmaßnahmen durch eine reduzierte Geschwindigkeit umgesetzt worden. In der Reeperbahn gilt inzwischen ganztägig Tempo 30, in der Gaehtjestraße und im Vogelsang müssen Autofahrer nachts die 30 Stundenkilometer einhalten. Für den Mühlenberg ist laut Sperber ein nächtliches Tempo 30 in Bearbeitung.

Björn Reichen vom Büro Lairm Consult, das mit der Überarbeitung der Lärmaktionsplanung betraut ist, wies darauf hin, dass nur Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen mit einer Frequenz von mehr als 8200 Fahrzeugen pro Tag in die Liste einfließen. Stark betroffen sind demnach der untere Abschnitt der Rendsburger Straße sowie Teile der Berliner Straße/B76.

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Im Entwurf für die Fortschreibung der Eckernförder Lärmaktionsplanung sind jetzt diese Maßnahmen fixiert: Lärmarmer Verkehr (Fahrrad/Elektromobil) sowie ÖPNV sollen gestärkt werden. Weiter: Vorrang für Busse an den Ampeln, Einrichtung einer Grünen Welle, Umsetzung des Konzepts „Stadt der kurzen Wege“ sowie ein betriebliches Mobilitätsmanagement. Ferner sollen bei Straßenerneuerungen lärmmindernde Oberflächen geprüft werden. Und aus dem Bürgerworkshop kommt die Forderung nach Tempo 30 in der Rendsburger Straße.

21.09.2018
Christoph Rohde 20.09.2018