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Eckernförde Berufliches Coaching für Schüler
Lokales Eckernförde Berufliches Coaching für Schüler
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14:58 03.04.2019
Von Cornelia Müller
Berufscoaching Isarnwohld-Schule Gettorf: André Preusch-Maidorn berät die Jugendlichen und übt mit ihnen, wie man sich vorstellt, sich bewirbt und wie man Schwächen in den Griff bekommt. Quelle: Cornelia D. Mueller
Gettorf

Große Pause an der Isarnwohd-Schule Gettorf. Alina, Jannika und Sanna aus dem achten Jahrgang des Gemeinschaftsschulteils stoppen kurz bei André Preusch-Maidorns Büro vor der Cafeteria.

„Alles klar bei euch?“, fragt er. Sie nicken. „Bei Ihnen auch? Wir haben Fototermin ...“ Locker und vertrauensvoll ist das Verhältnis, das der 47-Jährige zu Mädchen und Jungen der Klassen acht bis zehn aufgebaut hat.

Der Berufscoach berät die Schüler in Gettorf

Er ist nicht Lehrer, korrigiert keine Arbeiten, verteilt keine Noten. Er ist ihr professioneller Berater. Schon deshalb hat er einen anderen Zugang zu denen, die sich schon jetzt mit ihrem Leben als Erwachsene auseinandersetzen sollen.

Am Ende der neunten oder zehnten Klasse werden die meisten diese Schule verlassen. Die Entscheidung für Lehre oder weiterführende Schule muss dann stehen.

 „Coachingfachkraft im Handlungskonzept Plus an der Isarnwohld-Schule“ lautet Preusch-Maidorns offizieller Titel. Träger des Projekts ist im Falle Gettorf die Arbeiterwohlfahrt.

Die Schüler loten für eine Ausbildung Stärken und Schwächen aus

Vor zehn Jahren legte das Bildungsministerium diese Begleitung von Schülern allgemeinbildender Schule auf, denen das Ende der Schulzeit Sorge bereitet. Die drei Mädchen aus der Achten sind heilfroh, dass es den Coach gibt.

Alina, Jannika und Sanna haben sich in Absprache mit Eltern und Lehrern entschieden, sich in kleiner Gruppe regelmäßig mit ihm zu treffen. Hier loten sie ihre Stärken und Schwächen aus, formulieren Wünsche für Gegenwart und Zukunft, reden über schulische Sorgen.

„Und die Jugendlichen lernen allmählich, sich etwas zuzutrauen, fassen Mut für Berufspraktika, wo ich sie begleite. Wir üben, wie man sich bewirbt und vorstellt. Sie erfahren, dass sie natürlich bleiben dürfen, aber dass Pünktlichkeit und Genauigkeit unverzichtbar sind.“

Der Berater an der Isarnwohld-Schule darf Unterrichtszeit nutzen

Einige kommen lieber zur Einzelberatung. Wer Probleme hat, sich in die Klasse einzufügen, oder mit Hausaufgaben hadert, erforscht mit dem Berater, woran es liegt und wie man es schrittweise ändert. Sogar Unterrichtszeit darf dafür genutzt werden.

„Berufscoaching für Schüler darf auf keinen Fall sterben“, betont Preusch-Maidorn. „Bei denen, die zunächst unreif für eine Ausbildung scheinen, bewirkt es eine Menge. Sie fassen Vertrauen, entwickeln ihre Persönlichkeit, finden heraus, was sie wirklich wollen und was ihnen nicht liegt.“

Besondere Anerkennung erfährt er dabei von Lehrern und Schulleitung, die ihre eigene Arbeit dadurch unterstützt sehen. „Ich bin fest ins Schulleben integriert“, resümiert er. „Keiner von uns kann sich vorstellen, dass es nicht doch ein Nachfolgeprojekt gibt. Für die Schüler wäre es sonst sehr bitter.“ 

Bildungsministerium und Agentur für Arbeit sind beteiligt

Das Handlungskonzept Plus (Praxis, Lebensplanung und Schule) soll die Ausbildungs- und Beschäftigungsfähigkeit junger Menschen fördern und den direkten Übergang von der Schule in den Beruf erleichtern. In der Förderperiode des Europäischen Sozialfonds bis 2020 ist das Konzept Schwerpunkt im Landesprogramm Arbeit.

Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur setzt es gemeinsam mit der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit um. Außer an der Isarnwohld-Schule Gettorf, ein Gymnasium mit Gemeinschaftsschulteil, gibt es in Kiel sowie in Eckernförde und in Büdelsdorf Coaching-Projekte HK Plus für Gemeinschaftsschüler.

Die für die Schülerinnen und Schüler freiwillige und kostenfreie sozialpädagogische Unterstützung in den Jahrgangsstufen acht bis zehn endet mit Ablauf der Schulzeit und soll eine Anschlussperspektive (Ausbildung) sichern. 

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