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Eckernförde Schleswiger Straße soll sicherer werden
Lokales Eckernförde Schleswiger Straße soll sicherer werden
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18:18 31.01.2019
Von Christoph Rohde
Foto: Tempo 30 gilt im Bereich Kita und Johann-Hinrich-Fehrs-Weg. Ein Gefahrenschild in der Schleswiger Straße weist auf Kinder hin.
Tempo 30 gilt im Bereich Kita und Johann-Hinrich-Fehrs-Weg. Ein Gefahrenschild in der Schleswiger Straße weist auf Kinder hin. Quelle: Christoph Rohde
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Eckernförde

Dirk Lütke-Besselmann, kommissarischer Leiter der angrenzenden Gudewerdtschule, warb in der Fragestunde für eine Entschärfung der Situation. Eltern sähen ihre Kinder bei der Querung der Schleswiger Straße durch den Straßenverkehr gefährdet und forderten Maßnahmen für einen sicheren Übergang. Die Eckernförderin Stefanie Schulte wies darauf hin, dass man die Schleswiger Straße auch als Ganzes betrachten müsse. Dazu gehörten ebenso die Waldorfschüler wie die künftigen Bewohner der geplanten barrierefreien GWU-Wohnanlage am Holweg. Auf einer Strecke von 1,2 Kilometern fehle ein sicherer Überweg in der Mitte.

"Hohes Risikopotenzial" für Schüler

Die Grünen begründeten ihren Prüfantrag insbesondere damit, dass ein „hohes Risikopotenzial“ für die Schüler der Gudwerdt-Gemeinschaftsschule auf der befahrenen Straße bestehe. Im Bereich der Bushaltestelle würden viele Kinder und Jugendliche die Fahrbahn queren, sagte Ratsfrau Anja Koch. Kinder könnten den Verkehr noch schwer einschätzen, parkende Autos behinderten die Sicht zusätzlich. „Wo ein politischer Wille ist, ist auch ein Weg“, forderte sie eine Querungs-Hilfe.

In der Unfallstatistik ist die Straße unauffällig

In der Unfall-Statistik ist die Schleswiger Straße nach Angaben der Polizei unauffällig. Laut der Direktion Neumünster gebe es aus dieser Sicht keinen Anlass hier zwingend tätig zu werden. Eckernfördes Revierleiter Ralf Lohmeyer fügt allerdings hinzu, dass Gefährdungsfälle nicht in die Statistik einfließen. Er selbst schlägt vor, als Minimalmaßnahme größere Tafeln aufzustellen, die deutlicher auf das geltende Tempo 30 mit dem Gefahrenzusatz Fußgänger/Schule hinweisen. Denn: Die optisch breite und gerade Straße verleite zum schnelleren Fahren.

Übergang benötigt eine gewisse Frequenz

Weitere Möglichkeiten wie eine partielle Verengung oder ein Aufpflasterung wären dagegen wieder mit anderen Nachteilen verbunden. Für einen regelrechten Fußgängerübergang muss eine bestimmte Frequenz von Fahrverkehr und Fußgängern erreicht werden. Unabhängig davon, so Lohmeyer, erachte er aus örtlicher Sicht einen Überweg im Bereich der Schule als „durchaus sinnvolle Sache“. 

Tilmann Post 31.01.2019
Cornelia Müller 31.01.2019
Kerstin von Schmidt-Phiseldeck 30.01.2019