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Eckernförde Neuwittenbek will kein Solarkraftwerk
Lokales Eckernförde Neuwittenbek will kein Solarkraftwerk
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07:19 06.12.2018
Von Cornelia Müller
Zu beiden Seiten der A7 werden bei Schönbek und Krogaspe Solarkraftwerke gebaut. Die Gemeinden werden von den Gewerbesteuereinnahmen profitieren. Quelle: Ulf Dahl
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Neuwittenbek

Hauptargument: die Kosten, die zunächst die Gemeinde tragen müsse, bevor sie vielleicht auf den Bauherrn abgewälzt werden könne. Die Solar-Diskussion hat einen konkreten Hintergrund.

Zwei Anfragen für einen Solarpark an der Bahn gibt es in Neuwittenbek

Offenbar gibt es gleich zwei Anfragen von nicht genannten Investoren, die auf Ackerflächen parallel zu der Bahntrasse ein Solarkraftwerk bauen möchten. Anders als in Sachen Wind sind hier noch die Kommunen Herren des Verfahrens.

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Das Land würde die Leistung von Photovoltaikanlagen, die bisher nicht einmal 15 Prozent der alternativen Stromerzeugung in Schleswig-Holstein ausmachen, bis 2025 gern verdoppelt sehen.

Im Herzen des Kreises entstehen jetzt mehrere Solarkraftwerke

Ein Förderprogramm begünstigt Solarparks entlang von Autobahnen und Bahntrassen. In Krogaspe bei Neumünster ist ein Solarkraftwerk an der A7 im Bau. In Ellerdorf, Felde, Bredenbek, Schönbek sind weitere geplant.

Der Großteil der Gewerbesteuereinnahmen aus diesen Millionen-Investitionen sollen in den Gemeinden bleiben. Der Kreis Rendsburg-Eckernförde könnte sich damit zum Zentrum der Solarenergie entwickeln.

Der Regionalplan Windkraft wird überwiegend Positiv bewertet

Die von zwei Planungsbüros erarbeitete Stellungnahme zum Regionalplan Windkraft des Landes winkten die Neuwittenbeker dagegen unaufgeregt durch.

Positiv bewertet wird vor allem, dass die Vorrangfläche gegenüber der Potenzialfläche deutlich geschrumpft und nun so weit vom Dorf entfernt ist, dass sie nur wenig stören dürfte.

Bauausschuss hinterfragt die Lastenverteilung der Energiewende

Nicht einverstanden sind die Neuwittenbeker mit der „Ungleichbehandlung unserer Bürger durch die nach wie vor unterschiedlichen Mindestabstände zwischen den Einzelhäusern und geschlossener Wohnbebauung“.

Im Nachsatz bemängelt der Beschluss, dass allein Landbewohner die Lasten der Energiewende schultern müssten. Städter seien dagegen reine Nutznießer alternativer Stromerzeugung.

Kerstin von Schmidt-Phiseldeck 06.12.2018
Rainer Krüger 05.12.2018
Kerstin von Schmidt-Phiseldeck 05.12.2018
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