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Eckernförde FDP stellt sich gegen Deponie-Projekt
Lokales Eckernförde FDP stellt sich gegen Deponie-Projekt
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12:37 10.10.2019
Von Christoph Rohde
Der Protest in den Gemeinden Kosel und Gammelby gegen die geplante Deponie läuft schon länger. Zuletzt gab es eine Postkartenaktion. Quelle: Rainer Krüger
Eckernförde

Die FDP fordert von der Stadtverwaltung „alles rechtlichen und verwaltungstechnischen Schritte“, damit östlich der B76, Höhe Schnaaper See, keine Bauschuttdeponie entstehen kann. Dazu gehört nach ihren Angaben insbesondere die Forderung nach einem Raumordnungsverfahren und einer Umweltverträglichkeitsprüfung durch unabhängige Gutachter. Darüber hinaus müsse die Stadt in alle Planungsphasen eingebunden und daran beteiligt werden. Das sei bisher nicht geschehen.

Projekt sei ökologisch nicht vertretbar

FDP-Ratsherr Karl-Ludwig Loth begründet den Vorstoß damit, dass die Errichtung einer Bauschuttdeponie auf dem Gelände der Kiesgrube Glindemann ökologisch nicht vertretbar sei. Auch wenn der Bereich nicht im Stadtgebiet liege, sei Eckernförde unmittelbar von dem Vorhaben betroffen. Das Areal befinde sich in direkter Nachbarschaft zum städtischen Schnaaper See sowie auf der Linie einer Seenkette zwischen Ostsee, Windebyer Noor, den beiden Schnaaper Seen, Bültsee, Langsee und der Schlei.

Kalke und Gipse könnten Umwelt beeinflussen

Die FDP hält es für wahrscheinlich, dass sich Kalke und Gipse aus dem Bauschutt lösen und das Grundwasser aufhärten könnten. Dies würde die angrenzenden Gewässer beeinflussen und die derzeitige Flora und Fauna „signifikant ändern“, so Loth. Weiter könnten auf der Deponie zusammen mit Bauschutt auch Reste von Farben, Klebern und Kabeln eingelagert werden. Auch mineralische Abfälle wie Dämmmaterialien und Asbest wären möglich.

Negative Auswirkungen auf den Tourismus

Da die Anlage vor den Toren der Stadt deutlich sichtbar aus der Landschaft herausragen wird, befürchten die Liberalen zudem negative Auswirkungen auf den Eckernförder Tourismus. Der Umweltausschuss wird sich am Dienstag, 19. November, um 18 Uhr im Ratssaal des Rathauses mit dem Thema beschäftigen. Weiter ist für Donnerstag, 7. November, um 19 Uhr in der Eckernförder Stadthalle eine Info-Veranstaltung zur geplanten Deponie vorgesehen.

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