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Eckernförde Liberale arbeiten Thüringen-Eklat auf
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20:27 08.02.2020
Von Rainer Krüger
Der Thüringen-Eklat zeigt Wirkung: Auf dem FDP-Kreisparteitag fordert Thilo Rohls (Mitte) die Parteien dazu auf, das Spiel der AfD nicht mitzumachen. Quelle: Rainer Krüger
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Gettorf

Gerade zuvor war die Aussprache über den Thüringen-Eklat beendet worden. Kemmerich hatte sich am Mittwoch mit Stimmen der AfD zum Ministerpräsidenten wählen lassen. Jensen, die auch Bundestagsabgeordnete ist, machte deutlich, dass die FDP-Bundestagsfraktion nie mit der AfD gemeinsame Sache gemacht hatte. „Statt auf Ausgrenzung setzen wir auf Integration“, machte die Neudorf-Bornsteinerin fundamentale Unterschiede zwischen AfD und FDP deutlich. Sehr persönlich bezog Fritjof Wilken aus Rendsburg Position. „Wenn sich jemand mit Stimmen von Nazis wählen lässt, ist das unmoralisch und eines Liberalen nicht würdig.“

Thilo Rohlfs: Das Spiel der AfD nicht mitmachen

Als Staatsekretär im Landeswirtschaftsministerium ging der Gettorfer Thilo Rohlfs auf die Position der Kieler Regierung ein. Er begrüßte, dass die Führung der Jamaika-Koalition aus CDU, FDP und Grünen am Donnerstag darauf geeinigt hatte, die Zusammenarbeit mit einem mit Stimmen der AfD gewählten Ministerpräsidenten auszuschließen. „Wir werden in der Koalition weiter vertrauensvoll zusammenarbeiten“, sagte er. In der politischen Aufarbeitung setzte er auf Schadensbegrenzung. „An den Folgen von Thüringen werden wir weiter zu tragen haben. Wir sollten aber das Spiel der AfD nicht mitmachen, indem sich die Parteien gegenseitig zerfleischen.“

Generell wurde in den Beiträgen der 47 FDP-Mitglieder das Fortsetzen der Arbeit mit Bezug auf eigene Werte als Ausweg aus der Krise gesehen. „Die FDP ist die einzige liberale Partei Deutschlands“, betonte Max Mordhorst, Landesvorsitzender der Jungen Liberalen (Julis).

Jensen richtete dem Blick auf die Bürgerschaftswahl am 23. Februar in Hamburg und sichterte den Liberalen dort ihre Unterstützung zu. Hoffnung machte ihr ein FDP-Beitritt im Lauf der Versammlung. Jonas Rathmann aus Rendsburg wurde das 330. Mitglied im Kreisverband. Der 23-Jährige engagiert sich als bürgerliches Mitglied im Rendsburger Sozialausschuss, in dem er auf FDP-Vorschlag kam. „Das Programm der FDP stimmt am meisten mit meinen Überzeugungen überein“, begründete er seinen Schritt. Was in Thüringen passierte, sei ein Fehler gewesen.

Während Rathmann den Thüringen-Eklat verzeihen konnte, gibt es wohl auch andere Haltungen. „Zwei Mitglieder haben ihren Austritt angekündigt“, sagte Jensen auf Nachfrage.

Gute Nachricht für die Anwohner der Berliner Straße in Eckernförde: Mit der Sanierung der B76 zwischen dem Lornsenplatz und der WTD 71 erhält dieser Abschnitt im Herbst ebenfalls lärmmindernden Asphalt. Dieser Fahrbahnbelag war bislang nur im ersten Bauabschnitt vorgesehen, der in Altenhof beginnt.

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