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Eckernförde Lachsenbach weiter renaturieren
Lokales Eckernförde Lachsenbach weiter renaturieren
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14:29 05.03.2019
Von Christoph Rohde
Foto: Die Mündung des Lachsenbaches in Eckernförde ist bereits erfolgreiche entrohrt worden.
Die Mündung des Lachsenbaches in Eckernförde ist bereits erfolgreiche entrohrt worden. Quelle: Christoph Rohde
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Eckernförde

Die FDP-Fraktion setzt sich jetzt für eine weitere Renaturierung des Lachsenbaches ein. Nach Auffassung des liberalen Ratsherren Karl-Ludwig Loth werden die ökologischen Möglichkeiten des unteren Bachlaufs zu wenig genutzt. Angrenzende Fichtenwäldchen, die landwirtschaftliche Nutzung sowie die Entwässerung der Wiesengrundstücke zwischen Feldweg/Lindenweg und Norderstraße/Hasenheide verhinderten hier bislang eine weitere Entwicklung der natürlichen Vielfalt von Pflanzen und Tieren am und im Biotopsystem Bach. „Das gilt es zu ändern“, fordert der Kommunalpolitiker.

Bereitschaft der Grundeigentümer ausloten

Einstimmig befürwortete der Eckernförder Umweltausschuss zuletzt einen Prüfantrag der FDP. Darin wird die Verwaltung aufgefordert zu ermitteln, welche Maßnahmen für eine durchgängige Renaturierung des Lachsenbaches kurz-, mittel- und langfristig sinnvoll wären. Die Frage soll beantwortet werden, welche privaten Grundstücke in eine Wiederherstellung im unteren Verlauf bis zur Verrohrung einbezogen werden könnten und welche Voraussetzungen erfüllt sein müssten, damit Fische wie Lachse und Meerforellen in das Fließgewässer aufsteigen könnten. Darüber hinaus soll die Bereitschaft anliegenden Grundeigner ausgelotet werden, an einer Renaturierung mitzuwirken.

Perdita Schaarschmidt (CDU) erinnerte daran, dass Politik schon 2016 die Verwaltung gebeten habe, Kosten für eine Entrohrung des Baches im Bereich Karlstraße zu ermitteln. Dabei sei eine relativ hohe Summe im sechsstelligen Bereich herausgekommen. Seitdem habe sie nichts mehr davon gehört. Die Öffnung mit einem u-förmigen Bachbett und einem darüber liegenden Gitter sei nicht unproblematisch, so Schaarschmidt. Hier sollten zunächst Fördermittel eingeworben werden. Die CDU sehe das Kosten-Nutzen-Verhältnis bislang kritisch.

Fische im Bach konnten schon nachgewiesen werden

Nach Angaben von Michael Packschies von der städtischen Abteilung für Naturschutz und Landschaftsplanung sind 170 Meter des Lachsenbaches noch verrohrt. Etwa 50 Meter im mittleren Drittel davon ließen sich in der Karlstraße öffnen. Dies könne durch mehr Helligkeit dazu beitragen, dass Fische wieder in den Bach aufsteigen. Bereits nach der Öffnung der Mündung konnten einige Fische nachgewiesen werden. Weitere Bemühung zur Wiederansiedlung von Meerforellen laufen über das Bach-Projekt der Richard-Vosgerau-Schule.

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