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Eckernförde Gemeinde Felm sagt in letzter Minute Ja
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18:15 13.03.2019
Von Cornelia Müller
Schularbeiten machen ist Teil vieler Betreuter Grundschulen. Den Kindern ist freigestellt, wie sie die Zeit verbringen wollen. In der OGA wird es künftig ein pädagogisches Konzept geben, das mit der Schule abgestimmt ist. Quelle: Felix Kästle
Felm

 „Wir sind ganz knapp dran. Aber wir schaffen es“, ist Norbert Lähn (SPD), Sozialausschussvorsitzender in der Gemeinde Felm, zuversichtlich.

Erst am Montag stimmte das Gremium einmütig für die Auflösung der eigenen Betreuten Grundschule und die Abgabe der Trägerschaft für die  künftige Offene Ganztagsschule an den Verband.

Schulverband Osdorf-Felm-Noer entscheidet am 28. März

Damit gibt es noch nicht endgültig grünes Licht dafür, dass Bürgermeister Friedrich Suhr (CDU) am Donnerstag, 28. März, bei der Sondersitzung des Schulverbands in Osdorf die Hand für den Antrag hebt.

„Aber wir sind einig, dass wir in den nächsten Tagen letzte Detailfragen klären und unser Finanzausschuss mich am kommenden Montag ermächtigt, auch ohne Votum der Gemeindevertretung zuzustimmen“, bekräftigt er.

Knackpunkt: Felms Gemeindevertreter tagen erst am Montag, 1. April, wieder – zu spät für den Antrag beim Land. Diesen Termin zu verpassen, wäre mehr als unglücklich.

Offene Ganztagsschulen bekommen mehr Geld vom Land

Vom Land erhalten die Träger der Offene Ganztagsschule (OGA) 20 Euro Zuschuss pro Stunde. Für die Betreute Grundschule, die in Felm die Awo und in Osdorf der Elternverein organisiert, gab es nur 15 Euro.

Suhr: „Und der Gesamtbetrag war auf 9000 Euro jährlich gedeckelt. Bei der OGA gibt es für Osdorf und Felm künftig zusammen bis zu 35000 Euro im Jahr. Das gibt uns Spielraum."

"Momentan würden wir 18000 Euro bekommen", rechnet er vor. "Nehmen später mehr Kinder als heute teil, was wir auf Dauer erwarten, dürften wir immer noch auf der sicheren Seite sein.“

Felm setzt auf kostendeckende Betreuung der Grundschüler 

„Da der übrig bleibende Teil der Kosten durch Elternbeiträge getragen wird, gehen wir davon aus, dass die OGA für Felm kostendeckend ist“, sagt auch Lähn.

Die Grundschule in Osdorf besuchen 100 Kinder. 60 nehme auch das Angebot der Betreuten wahr, die Mittagessen serviert und die Kids nach dem Unterricht bis 15 Uhr betreut.

Das vergleichbare freiwillige Angebot in Felm wird von 30 der 60 Schülern genutzt. Träger sind bisher die Gemeinden.

Für Eltern wird die Offene Ganztagsschule teurer als die Betreute Grundschule

Lähn: „In Felm bezahlen Eltern für Beaufsichtigung und spielerische Beschäftigung ihrer Kinder monatlich 55 Euro. An die Betreuung in der OGA werden aber höhere Anforderungen gestellt.“

Suhr ergänzt: „Man braucht ein mit der Schule abgestimmtes pädagogisches Konzept. Somit werden auch die Elternbeiträge steigen. Ob in unserer Gemeinde erneut die AWO die Betreuung übernimmt, ist abzuwarten." Vertragspartner ist künftig der Schulverband, in dem Felm nur eine Stimme hat.

Für Osdorf arbeitet der Elternverein an einem Konzept. Die Teilnahme am Angebot der Offenen Ganztagsschule ist - anders als in einer echten Ganztagsschule - freiwillig, muss aber mindestens für ein Halbjahr abgeschlossen werden. Kinder sind inklusive Unterricht mindestens sieben Stunden pro Schultag betreut.

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