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Eckernförde Skaterpark: Abgespeckte Kostenprüfung
Lokales Eckernförde Skaterpark: Abgespeckte Kostenprüfung
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16:55 19.03.2019
Von Christoph Rohde
Alte Obstbäume auf dem geräumten Kleingarten-Areal am Schulweg: Der städtische Rahmenplan sieht hier noch eine naturnahe Erholungsfläche für die nördliche Innenstadt vor. CDU, SSW und FDP wollen den Skaterpark hierher verlegen. Quelle: Christoph Rohde
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Eckernförde

Ein Bebauungsplan für das Verlegen des Skaterparks in das Grüngelände auf der anderen Seite des Schulwegs ist mit knapper Mehrheit der drei Befürworter-Parteien bereits auf dem Weg. Doch wie teuer wird das Projekt, das auch als „Plan B“ für eine Kino-Ansiedlung gesehen wird? Dies wollten Grüne und SPD mit ihrem Prüfantrag in Zahlen gießen. Dazu gehört nach ihrer Meinung auch: Die Verlagerung der Speedskatebahn an das Schulzentrum, die Verlagerung von Busparkplatz und WC-Anlage am Schulweg sowie der Eisflaufläche. Hinzu kämen Kosten für das Entsorgen eventueller Altlasten sowie das Anschütten der Baufläche in dem Gefälle-Gelände am Schulweg.

170.000 Euro stehen bislang für die ursprünglich geplante Erneuerung der Skateranlage am alten Standort im städtische Haushalt. Eine Summe, die mit den neuen Plänen von CDU, SSW und FDP bei weitem nicht reichen wird. „Wir wollen Klarheit schaffen für folgende Beschlüsse“, begründete Grünen-Fraktionschef Edgar Meyn den Prüfantrag. Seine Fraktionskollegin Jenny Kannengießer fügte an: „Wir wollen wissen, um welche Kosten es geht?“ Denn der Finanzbedarf entspreche nicht mehr der aktuellen Beschlusslage.

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CDU hält Ersatz für Eislauffläche nicht für erforderlich

Für „überflüssig“ hielt hingegen Hendrik Söhler von Bargen seitens der CDU diese Kostenermittlung. Mit der Verlegung des Skaterparks sei nicht automatisch die Verlegung des Busparkplatzes und der Toilette beschlossen, argumentierte er. Für die Eislauffläche in der Mitte der Speedskatebahn – ursprünglich von den Christdemokraten angeregt – hält die CDU einen Ersatz nicht mehr für erforderlich. Sie sei in der Vergangenheit kaum genutzt worden. Weiter, so von Bargen, sei das Herstellen der Baufläche auch bei einer anderen Nutzung notwendig. Und die Kosten für eine Verlagerung der Speedskatebahn hingen von einem konkreten Standort und einer genauen Planung ab. Zudem könne die Stadt versuchen, Fördermittel einzuwerben.

Zu früh für Kosten-Antrag?

Rainer Bosse (SSW) hielt den Kosten-Antrag für „zu früh“. Es gehe beim Skaterpark auch darum, was die Jugendlichen wollten, sagte er. Zudem hofft der SSW-Politiker, dass bei einer Verwirklichung des Kinos der Investor einen Teil der Kosten für die Verlegung Skaterpark mittragen könnte. Während Gerhard Michels (FDP) mutmaßte, der Antrag von Grünen und SPD solle eine Verlagerung verhindern, konterte Jan-Hendrik Strunk (SPD): „Wenn man Schritt eins will, muss man auch Schritt zwei denken“. Kannengießer bedauerte die ablehnende Haltung der anderen drei Parteien. Hier gehe es schließlich um Planungssicherheit und Wirtschaftlichkeit. „Wir wissen nichts über die Kosten – das ist eines Finanzausschusses nicht würdig“.

Einstimmig für abgespeckten Kompromiss-Vorschlag

Gefragt, ob die Verwaltung den Prüfantrag beantworten könnte, erklärte Bürgermeister Jörg Sibbel (CDU): „Wir wären dazu in der Lage“. Nach einer kurzen Sitzungsunterbrechung legten Grüne und SPD einen Kompromiss-Vorschlag auf den Tisch. Demnach sollen nur noch die Kosten für eine Verlagerung der Speedskatebahn sowie die Option von Fördermitteln von der Verwaltung geprüft werden. Diesen Antrag nahm der Ausschuss einstimmig an. Mit der abgespeckten Variante kamen Grüne und SPD einer drohenden Ablehnung ihres ursprünglichen, weiterführenden Antrags zuvor.

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