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Eckernförde "Es bleibt Handlungsspielraum"
Lokales Eckernförde "Es bleibt Handlungsspielraum"
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17:57 23.09.2019
Von Christoph Rohde
Wie soll sich der Tourismus im Ostseebad weiterentwickeln? Das Konzept "Eckernförde 2030" steckt den künftigen Kurs ab. Quelle: tilmann Post
Eckernförde

Dabei lagen die Meinungen nicht weit auseinander: „Eckernförde 2030“ soll den künftigen Kurs für die Ausrichtung des Tourismus für die nächsten Jahre angeben. Es stellt die Fortschreibung des Konzepts von 2007 dar, in dem das Ostseebad noch auf Tagesgäste ausgerichtet war. Inzwischen gab es hingegen eine sehr dynamische Entwicklung des Tourismus in Eckernförde, der neben vielen positiven Aspekten auch Verkehrsengpässe und Verdrängung von Wohnraum durch Ferienwohnungen mit sich brachte.

Touristisches Wachstum mit Augenmaß

Das Konzept „2030“ soll den Urlaubs- und Wohnort Eckernförde jetzt zukunftsfähig machen. Dabei legten die Gutachter Wert auf eine Wahrung des Authentischen der Stadt und auf ein Wachstum mit Augenmaß. Gleichzeitig soll das touristische Profil gestärkt werden. Leitprojekte befassen sich unter anderem mit einer Verbesserung der Verkehrssituation, einer Begrenzung der Ferienwohnungen, einem hochwertigen Hotelangebot, mehr Qualität bei Veranstaltungen und dem Ausbau von Schlechtwetter-Angeboten.

Grobe Handlungsrichtung für die Entwicklung

„Für Lösungen liegt teils noch ein weiter Weg vor uns“, sagte Touristikmanager Stefan Borgmann. In der anschließenden Debatte wurden die Inhalte des Konzepts als „grobe Handlungsrichtung“ (Lukas Bremer, CDU) interpretiert. Dafür seien viele Daten aufbereitet und bewertet worden. Für Barbara Davy (Linke) war es ein „Rohbau“. Jens Loewer (SPD) vermisste eine Stellungnahme der Lenkungsgruppe. Borgmann verwies darauf, dass alle Fraktionen in der Lenkungsgruppe vertreten gewesen seien. Das Konzept sei ein Roter Faden, an dem sich Politik und Touristik entlang hangeln könnten. „Es bleibt Handlungsspielraum.“

Sechs Stimmen für den Beschluss der Konzeptvorlage

Jenny Kannengießer (Grüne) legte einen Änderungsantrag ihrer Partei vor, dass das Tourismuskonzept explizit als „Grundlage für weitere Beratungen“ und nicht als Prioritätenliste der Ratsversammlung empfohlen werden sollte. Fünf Stimmen gab es am Ende für diesen Antrag, sechs für einen Beschluss der Vorlage. Bürgermeister Jörg Sibbel erklärte, das Konzept sei eine grundsätzliche Ausrichtung, in dem auch stehe, „was Bürger uns aufgegeben haben“.

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