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Eckernförde Fahrtraining am neuen ADAC-Fahrsimulator
Lokales Eckernförde Fahrtraining am neuen ADAC-Fahrsimulator
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18:44 17.11.2018
Von Manuela Schütze
Die Feuerwehr Altenholz trainiert mit neuem ADAC-Fahrsimulator. Quelle: Manuela Schütze
Altenholz

Ein Jahr hat es gedauert, das neue Fahrsimulationsgerät zu entwickelt. Es besteht aus drei Bildschirmen, einem Cockpit und einem PC, den der Trainer bedient. Der Trainierende sitzt im Cockpit und steuert, zum Beispiel einen Löschfahrzeug. Das Verhalten des Wagens kann genau abgebildet werden, zum Beispiel, ob der Löschtank gefüllt oder halb leer ist. Je nach Füllstand ändert sich das Fahrverhalten des Fahrzeuges. Dazu kann der Fahrtrainer unmittelbar verschiedene Gefahrensituationen für den Fahrer einspielen. Das können Wildtiere auf der Fahrbahn, entgegenkommende Fahrzeuge, Kinder, die über die Straße laufen oder auch Wetterumschwünge wie Regen oder auch Schnee sein. Ziel ist es, die reale Fahrt mit Blaulicht und Martinhorn möglichst genau abzubilden und zu trainieren.

„Das ist der Vorteil des Gerätes, wir kommen damit zu den einzelnen Wehren“, sagt Ulf Evert, ADAC Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit aus Kiel. Die Gemeinde Altenholz hat das Training für ihre Wehr beim ADAC gebucht.

Jeder Kamerad macht drei Fahrten

Ein Feuerwehrkamerad nach dem anderen steigt ins Cockpit. „Der Simulator bewegt sich sogar etwas, wenn ich bremse oder in die Kurve gehe“, erzählt Thomas Lembke nach seinen Fahrten. Er ist seit 18 Jahren bei der Altenholzer Wehr und hat schon viele Einsätze mitgemacht. Jeder Feuerwehrkamerad absolviert drei Fahrten à fünf Minuten. Eine Eingewöhnungsfahrt, eine Fahrt in voller Feuerwehrmontur und eine sogenannte Stressfahrt. Bei letzterer schaltet der Trainer gern einmal in voller Fahrt auf Regen oder Schnee um und der Fahrer muss reagieren, Geschwindigkeit reduzieren, auch wenn er so schnell wie möglich zum Einsatzort strebt. Oder plötzlich steht vor ihm ein Wagen quer. Auch das muss im Einsatzfall schnell bewältigt werden.

75 Einsätze bereits für Altenholzer im Jahr 2018

Rainer Kersten (52) ist seit drei Jahren Wehrführer der Altenholzer Freiwilligen Feuerwehr. 75 Einsätze hat es dieses Jahr bereits für die Altenholzer gegeben. „Das Problem ist, dass die wenigsten unserer ehrenamtlichen Feuerwehrkameraden Berufskraftfahrer sind, auch wenn viele einen LKW-Führerschein gemacht haben“, erzählt er. Die Feuerwehr dürfe nicht ohne Anlass mit Blaulicht und Martinhorn fahren, so sei das Üben schwierig. Zwar könne man mit eigenen Wagen auf dem ADAC-Übungsgelände fahren, aber das Entscheidende könne ohne Simulator nicht geübt werden.

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