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Eckernförde Fünfter Protestzug mit 400 Demonstranten
Lokales Eckernförde Fünfter Protestzug mit 400 Demonstranten
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16:56 24.05.2019
Von Tilmann Post
Teilnehmer der ersten Stunde: Für Annika Mertens und Tymur Shelest aus der 10. Klasse der Jungmannschule war es der fünfte Schulstreik fürs Klima. Quelle: Tilmann Post
Eckernförde

Rund 250 Schüler und Erwachsene hatten sich am Freitagmorgen vom Hafen aus auf eine rund acht Kilometer lange Demo-Strecke durch die Stadt gemacht. „Wir schwänzen nicht, wir kämpfen“, sagt Jacob Grimm, der die Demonstration angemeldet hat.

Bevor es losging, machte Michael Packschies den Teilnehmern Mut. Er ist Leiter der Abteilung Naturschutz und Landschaftsplanung der Stadt Eckernförde. Auch wenn die meisten noch nicht bei der Europawahl am Sonntag mitmachen könnten, sagte er: „Ihr habt immer die Wahl.“

Jugend bemängelt geringe Wahlbeteiligung

Damit meinte Packschies: Politisch aktiv werden, Bürgerinitiative gründen, umweltbewusst verhalten. „Ihr habt ja schon angefangen“, rief er den Demonstranten zu. „Macht weiter!“

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Die Demonstranten hatten den Schulstreik unter das Motto "Europawahl ist Klimawahl" gestellt. Einige der jungen Redner bemängelten die geringe Wahlbeteiligung von zuletzt nicht einmal 50 Prozent. Sie riefen zur Beteiligung an der Europawahl auf.

Sitzblockaden auf der Rendsburger Straße

Unterwegs wuchs der Protestzug laut Polizei auf rund 400 Teilnehmer an. Am bislang stärksten "Fridays for Future"-Schulstreik im März machten 350 bis 450 Menschen mit. Am Freitag hielten die Demonstranten immer wieder für Zwischenstationen an. Es kam auch zu kurzen Sitzblockaden auf der Rendsburger Straße (B203) auf dem Weg zum Schulzentrum Süd.

Bei der Abschlusskundgebung um 12.45 Uhr an der St.-Nicolai-Kirche in der Innenstadt waren noch rund 80 Schüler dabei. Es hatten sich auch zahlreiche Erwachsene beteiligt. Unter anderem Manina Herden, die Klimaschutzbeauftragte Eckernfördes.

„Für den Klimaschutz können alle etwas tun.“

Herden redete den Schülern noch einmal ins Gewissen: „Für den Klimaschutz können alle etwas tun.“ Die Politik könne nicht alles entscheiden. „Stellt euch vor, die Politik würde ein Essverbot für Fleisch verhängen, dann würden viele auf die Barrikaden gehen.“ Jeder müsse bei sich selbst anfangen.

St.-Nicolai-Pastor Michael Jordan rief den Teilnehmern mit Blick auf den FDP-Bundesvorsitzenden Christian Lindner zu: "Ihr seid die wahren Profis. Macht der Politik Beine, das ist großartig." Lindner hatte nach einem der ersten "Fridays for Future" gesagt, dass Klimaschutz den Profis überlassen werden sollte.

Auch in anderen Städten gab es Schulstreiks - hier der Liveblog zum Nachlesen.

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