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Eckernförde Kahlschlag bei den Bananenhäusern
Lokales Eckernförde Kahlschlag bei den Bananenhäusern
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18:22 23.02.2020
Von Kerstin von Schmidt-Phiseldeck
Das Wäldchen am Wanderweg an der unteren Danziger Straße soll bis Ende Februar gefällt werden. In der Nähe des Flughafens Kiel-Holtenau dürfen bestimmte Höhen nicht überschritten werden. Quelle: Kerstin v. Schmidt-Phiseldeck
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Altenholz

Dahinter steht eine Anordnung des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr (LBV), der auch Luftfahrtbehörde ist. Der LBV, erklärt der Altenholzer Bürgermeister Carlo Ehrich (SPD), trug dem Flughafen auf, Hindernisfreiheit herzustellen. So sollen auch Starts und Landungen bei schlechter Sicht möglich sein. Dazu dürfen, je nach Lage, bestimmten Höhenlinien nicht überschritten werden.

Betroffen sind unter anderem 18 Eichen

Im Bereich des Wäldchens dürfen Hindernisse maximal 45 Meter über Normalnull hoch sein. Allerdings liegt der Standort in Altenholz-Stift selbst schon auf 33 Metern: bleibt also nur eine Resthöhe von zwölf Metern, die nicht überschritten werden darf. Eine ganze Reihe Bäume sind aber bereits deutlich höher. 

Es geht unter anderem um 18 Eichen und weitere Bäume wie Ahorn und Kastanie, außerdem verschiedene Gehölze. Einige stehen auf dem Grundstück der sogenannten Bananenhäuser, die wegen ihrer markanten Form und Farbe so genannt werden; hier ist das Unternehmen Vonovia nach Angaben der Altenholzer Verwaltung für den Rückschnitt verantwortlich.

Kappen würde die Vitalität der Bäume sehr einschränken

Prinzipiell hätte ein Kappen der Bäume auf die Höhe von zwölf Metern gereicht, erklärt Carlo Ehrich. Allerdings habe auch die Untere Naturschutzbehörde (UNB) erklärt, dass das „Auf-den-Stock-setzen“ die Vitalität der Bäume in Altenholz sehr eingeschränkt, ihre Standsicherheit gefährdet und letztlich doch zu ihrem Ableben geführt hätte. Mit dem Fall waren auch Baumsachverständige  befasst.

„Wir fällen keine Bäume aus Jux und Dollerei“, betont der Altenholzer Bürgermeister. Die Nachricht habe bereits im Umweltausschuss der Gemeinde und beim Siedlerbund für sehr emotionale Reaktionen gesorgt.

Bürgerentscheid hätte auch zur Aufgabe des Flughafens führen können

Mancher erinnert sich noch daran, dass die Flugschneise früher regelmäßig von Landwirten aufs nötige Maß zurechtgestutzt wurde. Warum hat die Gemeinde Altenholz hier viele Jahre nichts gemacht? Das hänge zum Teil auch mit dem Kieler Bürgerentscheid 2018 über die Zukunft des Regionalflughafens zusammen, der zudem einige Jahre Vorlauf hatte, sagt Carlo Ehrich. Als Folge wäre ja die Aufgabe des Betriebs möglich gewesen.

Lange habe sich deshalb niemand zuständig gefühlt.  Jetzt, da der Betrieb zeitlich unbefristet ist, „drängen die Behörden wieder verstärkt auf Einhaltung der Regeln“. Und ja, die Gemeinde sei „verantwortlich für das, was da wächst“.

Arbeiten könnten schon Montag beginnen

Möglicherweise beginnen die Fällarbeiten bereits am Montag. Sie könnten in diesem besonderen Fall laut Naturschutzbehörde sogar noch nach Ende der Knickpflegezeit erledigt werden. „Das wollen wir aber vermeiden“, sagt der Altenholzer Bürgermeister. Er möchte dem Umweltausschuss eine Wiederaufforstung am Wanderweg vorschlagen – dann aber mit Gewächsen, die gar nicht erst höher wachsen als zehn, zwölf Meter.

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