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Eckernförde Füchse übertragen tödliches Staupe-Virus
Lokales Eckernförde Füchse übertragen tödliches Staupe-Virus
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16:22 11.03.2018
Von Tilmann Post
Foto: In der Regel wird die Staupe durch direkten Kontakt übertragen. Ist ein Fuchs bereits geschwächt, kann ein freilaufender Hund ihn leicht aufstöbern und sich anstecken.
In der Regel wird die Staupe durch direkten Kontakt übertragen. Ist ein Fuchs bereits geschwächt, kann ein freilaufender Hund ihn leicht aufstöbern und sich anstecken.
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Eckernförde/Schwedeneck

Die Krankheit führt in vielen Fällen zum Tod. „Wir gehen davon aus, dass Gefahr im gesamten Kreisgebiet besteht“, sagte Christopher von Dollen, Jagdschutzobmann der Kreisjägerschaft Eckernförde.

Kranke Füchse werden zutraulich

Füchse, bei denen die Krankheit ausgebrochen ist, verlieren laut von Dollen die Scheu vor Menschen und wirken orientierungslos. Die Tiere bekommen unter anderem Fieber und die Symptome eines Magen-Darm-Infekts.

Tiere verlassen ihre natürliche Deckung

„Meistens findet man sie verendet auf freiem Feld, weitab von ihrer natürlichen Deckung“, berichtete er. Die Kreisjägerschaft und das Veterinäramt stehen in engem Kontakt und sind sich sicher, dass sich das Verbreitungsgebiet nicht auf die Fundorte beschränkt. „Ein Fuchs legt durchaus 20 Kilometer in einer Nacht zurück“, beschrieb Christopher von Dollen die Situation.

Hunde müssen an die kurze Leine

Das Virus ist für den Menschen ungefährlich, doch Hunde sind davon akut bedroht. Bei Spaziergängen sollten Hunde an der kurzen Leine gehalten werden.

Impfschutz wirkt erst nach zwei Wochen

„Besitzer sollten umgehend den Impfschutz ihres Hundes überprüfen und gegebenenfalls erneuern“, riet von Dollen. Üblicherweise halte eine Impfung gegen Staupe rund ein Jahr, dann müsse sie aufgefrischt werden. Doch der Jagdschutzobmann warnte gleich: „Nach der Impfung dauert es zwei Wochen, bis der Schutz wirkt.“

Kehrt die Staupe allmählich zurück?

Die Krankheit war nach Einführung der Impfung vor rund 50 Jahren weitgehend eingedämmt worden. In den vergangenen Jahren bricht sie jedoch wieder häufiger aus.

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