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Eckernförde Wer bekommt eine GWU-Wohnung?
Lokales Eckernförde Wer bekommt eine GWU-Wohnung?
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17:23 09.11.2019
Von Christoph Rohde
In Eckernförde hat das GWU in den vergangenen zehn Jahren knapp 250 neue Wohnungen gebaut oder erworben. Ein Drittel davon ist sozial gefördert. Quelle: Christoph Rohde
Eckernförde

Manch langjähriges Mitglied der Genossenschaft fühlte sich bei der Vergabe ausgebootet. Doch es gibt Richtlinien dafür, die bereits 2011 geändert wurden. GWU-Vorstand Stephan Seliger erläutert, wie es dazu kam: Lange Zeit war es Praxis, dass das GWU seine Wohnungen ausschließlich nach Dauer der Mitgliedschaft vergab. Doch mit dem demografischen Wandel ist auch die Eckernförder Bevölkerung gealtert. Das heißt: Nach den alten Regeln würden Wohnungen überwiegend an Senioren, die lange Mitglied sind, vergeben.

Geförderte Wohnungen im Noorblick waren extrem gefragt

„Wir wollen aber auch jüngeren Interessenten und Finanzschwachen eine Chance geben“, sagt Seliger. Eine gute Durchmischung der Quartiere war der Anlass, die Vergaberegeln zu ändern. Zudem wollte sich das GWU wieder verstärkt auf Neubau und sozial geförderten Wohnungsbau ausrichten. „Und geförderte Wohnungen müssen auch öffentlich angeboten werden“, so der GWU-Vorstand. Bisher hatte es mit dieser Regelung keine Probleme gegeben, da es ausreichend Mieterwechsel gab. Doch gerade im Noorblick waren die typischen 50-Quadratmeter-Wohnungen im 1. Förderweg (5,60 Euro Nettokaltmiete) extrem nachgefragt. „Wir konnten nicht alle bedienen. Es entstand der Eindruck, wir würden auch an Nicht-Eckernförder vergeben“, so Seliger.

GWU strebt einen Drittelmix im Wohnungsbau an

Doch er stellt fest: „Geförderter Wohnraum wird in erster Linie den Eckernfördern angeboten“. Auch der zweiten Förderweg, der künftig bei größeren Neubauvorhaben mit berücksichtigt wird, ist primär für Einheimische gedacht. Er berücksichtigt auch Menschen aus der Mittelschicht, deren Einkommensgrenze etwas über der des 1. Förderwegs liegt. Das GWU strebt künftig einen Drittelmix aus Wohnungen im 1. Förderweg, 2. Förderweg und frei finanziert an. Die frei Finanzierten werden auch frei vergeben.

Eine gute Durchmischung ist gewollt

Bei den Vergabe-Kriterien ist die Dauer der Mitgliedschaft nur noch einer von mehreren Punkten. „Eine passende Wohnungsgröße, Barrierefreiheit für Menschen mit Behinderung, und die Vergabe geförderter Wohnungen an Eckernförder sind weitere Aspekte“, erläutert der technische Vorstand Olaf Kühl. Bürgermeister Jörg Sibbel, kraft Amtes Aufsichtsratsvorsitzender des GWU, ist überzeugt: „Heute ist die Vergabe sozialer als vor 2011“. Auch eine gute Durchmischung wird angestrebt, um ein stabiles Quartier zu erhalten.

GWU baut weiterhin geförderten Wohnraum

Bürgervorsteherin Karin Himstedt, stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende, betont, dass das GWU nach der Umbenennung 2016 von gemeinnützig in genossenschaftlich nicht seine soziale Verantwortung abgegeben habe. Die Umbenennung musste vollzogen werden, da 1990 die seit 1976 geltenden Steuerbegünstigungen für die Schaffung von sozialem Wohnraum entfallen waren. „Seitdem stehen wir im Wettbewerb und wollten Klarheit schaffen“, sagt Seliger. Nach wie vor aber baut das GWU geförderten Wohnraum. So sind in Eckernförde in den vergangenen zehn Jahren knapp 250 neue Wohnungen gebaut oder erworben worden, von denen rund 80 (ein Drittel) über den 1. Förderweg vermietet werden.

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