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Eckernförde Das 600. Baby in der Imland-Klinik
Lokales Eckernförde Das 600. Baby in der Imland-Klinik
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17:20 25.12.2018
Von Tilmann Post
Mutter Giada Pilloni und Vater Klodian Coniku freuen sich über die Geburt ihres Sohnes Gioele. Es war die 600. Entbindung in diesem Jahr. Quelle: tilmann Post
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Eckernförde

Gleichzeitig befindet sich die Krankenhausgesellschaft in einem schwierigen Fahrwasser – nach einem Defizit im Jahresergebnis 2017 von 2,7 Millionen Euro rechnet die Geschäftsführung auch für das laufende Jahr mit einem Minus. Das liegt unter anderem am Wechsel vom Belegarztmodell zum teuren System mit festangestellten Medizinern auf der Geburtsstation.

Für Giada Pilloni war es von vornherein klar, dass die Geburt im Eckernförder Krankenhaus stattfinden soll. Ihre Schwester habe dort bereits gute Erfahrungen gemacht und sie selbst schätzt die gemütliche und familiäre Atmosphäre auf der Station. Als während der Geburt nach mehreren Stunden klar wurde, dass ein Kaiserschnitt nötig war, standen die beiden Oberärzte Inga Naeve und Christian Möller bereit – ein Vorteil der Organisation mit angestellten Ärzten.

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„Die Eltern schätzen die vertrauensvolle Geburtshilfe in Eckernförde“, so Giada Pillonis Hebamme Goda Messmer. Damit erklärt sie den Anstieg der Geburtenzahl, die bereits jetzt um sechs Prozent höher liegt als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Das liege unter anderem daran, dass immer eine der derzeit zehn Hebammen ein zu eins für eine Schwangere zuständig sei. Bis Ende des Jahres werde die Zahl weiter steigen. „Wir erwarten noch einige Geburten“, sagte sie.

2016 gab es noch 833 Entbindungen. Diese Zahl brach jedoch auf 589 im vergangenen Jahr ein, nachdem ein Rechtsgutachten des Kreises Rendsburg-Eckernförde als Klinik-Träger die Rechtmäßigkeit bestimmter Zahlungen an die selbstständigen Ärzte und Hebammen innerhalb des Belegmodells in Frage stellte.

Die Staatsanwaltschaft Kiel nahm später eine Vorprüfung auf, die jedoch wieder eingestellt wurde. Der Kreistag Rendsburg-Eckernförde hatte zu dem Zeitpunkt bereits entschieden, das Belegarztmodell abzuschaffen und durch eine Hauptabteilung zu ersetzen. Seit April 2017 werden Mediziner beschäftigt, die sich um die Schwangeren und Neugeborenen kümmern.

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