Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Eckernförde Gettorfer Sternsinger segneten 28 Häuser
Lokales Eckernförde Gettorfer Sternsinger segneten 28 Häuser
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
10:42 12.01.2020
Von Rainer Krüger
Die Mädchen Smilla Marie (von links), Emmi, Line, Malia, Leila, Smilla, Liara und Lilith bildeten eine von fünf Sternsingergruppen. Begleitet von Rike Durani (links) und Anette Herbst besuchten sie sechs Adressen in Gettorf und Revensdorf. Quelle: Rainer Krüger
Gettorf

Die Aktion startete als Gemeinschaftserlebnis. In einer Aussendungsandacht in der St.-Jügen-Kirche wurden die Bezüge zu Weihnachten deutlich gemacht. Denn wie Pastor Dirk Schulz erläuterte, handele es bei den Drei Königen eigentlich um Sternenkundige, die auf der Suche nach dem Licht der Welt – Jesus – zur Krippe kommen.

Aufgabe der Sternsinger sei es, die Menschen ihre Türen öffnen zu lassen und ihnen die Botschaft vom Licht zu bringen. Dass ihr Einsatz auch im Jahr 2020 noch nötig ist, wurde in einer besonderen Version des Krippenspiels deutlich. Der schwangeren Maria und Josef wurde mit deutlichen Worten das Quartier verweigert. „Wenn Menschen die Türen nicht öffnen, bleibt die Krippe leer“, machte Schulz zur Motivation deutlich. 

Wichtig war auch die Musik. Denn zusammen mit Kantorin Julia Uhlenwinkel stimmten die 50 Kinder und ihre 20 erwachsenen Begleiter und Betreuer immer wieder den Kanon „Salamu alaikum – Friede sei mit Dir!“ an. Nach einem Gruppenfoto vor dem Altar segnete Schulz die fünf Sternsingergruppen, die dann loszogen.

Evangelische Sternsinger unterstützen Katholiken

Wie kommt eine evangelische Kirchengemeinde dazu, einen aus der katholischen Tradition kommenden Brauch zu übernehmen? „Die Aktion ist gut. Aber hier im Norden schaffen es die Katholiken nicht allein“, erläuterte Schulz. Unter anderen hatte Uhlenwinkel die Teilnahme angeregt. „Sie hat schon 2019 beim Sternsingen in Kiel mitgemacht“, so Schulz. In diesem Jahr fördert die vom katholischen Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ organisierte Aktion insbesondere Projekte für den Frieden im Libanon.

Fürs Einführen des Sternsingen hatte sich auch Rieke Durani eingesetzt. Folglich machte sich die Grundschullehrerin aus Gettorf mit einer Gruppe auf den Weg. Emmi (6), Leila (8), Liara (8), Line (8), Lilith (8), Malia (5), Smilla (6) und Smilla Marie (8) hatten sich den Namen „Prinzessinen-Power“ gegeben. Erstes Ziel war Rike Duranis Wohnung in der Eichstraße. Auch Smilla Maries Mutter Anette Herbst begleitete die Generalprobe dort. Bei der Visite übernahm jedes Mädchen einen Teil der 32 Verse langen gereimten Grußbotschaft.

Schließlich ließen die Sternsinger auch die Kurzversion des lateinischen Segensspruchs „Christus Mansionem Benedicat“ als C+M+B an der Tür.zurück.  Das bedeutet „Christus segne dieses Haus“. Passenderweise sind es auch die Anfangsbuchstaben der Königsnamen Caspar, Melchior und Balthasar. Allerdings war es nicht sinnvoll, den Spruch mit Kreide an die weiße Tür zu schreiben. Dafür gab es eine Lösung. Denn den Spruch gab es auch als Klebestreifen.

Auch „Segen to go“ gespendet

 Anschließend ging es für die Gruppe noch zu zwei Adressen in Gettorf und zu drei in Revensdorf. Auf dem Weg dorthin gaben die Sternsinger aber noch einen „Segen to go“. In der Fußgängerzone sprach sie nämlich Passantin Meike Lohmann an. Die 52-Jährige wollte einen Segen für ihr Haus im 40 Kilometer entfernten Kappeln. Die Sternsinger erfüllten den Wunsch: Sie segneten einen Klebestreifen und gaben ihn Lohmann mit.

Die 50 Sternsinger segneten Häuser in Gettorf, Altenhof, Revensdorf, Schinkel und Tüttendorf. Schulz geht jetzt davon aus, dass die Aktion 2021 wieder läuft.

Weitere Nachrichten aus Eckernförde

Ratten sind weit verbreitet. Pro Einwohner wird die Zahl auf vier frei lebende Exemplare geschätzt. Man unterscheidet zwischen Haus- und Wanderratte. Erstere sind fast ausgestorben. Die hellere Wanderratte ("Kanalratte") aber ist ein gefährlicher Krankheitsüberträger und ist schwer zu bekämpfen.

Cornelia Müller 12.01.2020

Rattenplage in Osdorf. Kurz vorm Jahreswechsel tauchten die ersten Ratten auf: Sie huschten zwischen Grundstücken umher, fahndeten in Kanalrohren nach Nahrung, zernagten Abflüsse, drangen sogar in Häuser ein. Bevor es zur massiven Invasion kommt, machen Gemeinde und Bürger jetzt mobil gegen Ratten.

Cornelia Müller 12.01.2020

Vielleicht mal auf einigen Straßen den Verkehr ein paar Tage ruhen lassen. Mit dieser Idee lieferte Katharina Heldt einen neuen Impuls für Klimaschutz und Mobilität in Eckernförde. Den Vorschlag machte sie Vorsitzende der CDU-Ratsfraktion auf dem Neujahrsempfang ihrer Partei am Sonnabend.

Rainer Krüger 11.01.2020