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Eckernförde Bacardi-Beach-Party nicht am Südstrand
Lokales Eckernförde Bacardi-Beach-Party nicht am Südstrand
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18:56 12.08.2019
Von Tilmann Post
Mehr als 1000 Besucher feiern jährlich die Bacardi-Beach-Party. Bislang fand die Sause immer am Eckernförder Südstrand statt, nun müssen die Veranstalter ausweichen. Quelle: Privat
Eckernförde

Die Franz-Betriebe als Veranstalter haben die Reißleine gezogen. Statt das beliebte Fest ausfallen zu lassen, richten sie nun das Gelände vor der ehemaligen Diskothek K7 her, damit die Bacardi-Beach-Party dort stattfinden kann. "Wenn wir nicht an den Strand dürfen, kommt der Strand eben zu uns", sagte Claus-Christian Franz.

Um die Bacardi-Beach-Party gibt es bereits seit Jahresbeginn ein Gerangel. Die Veranstaltung, die seit rund zehn Jahren im Sommer regelmäßig mehr als 1000 Besucher anzieht, sollte 2019 zunächst gar nicht stattfinden.

Denn mit den neu hinzugekommenen Wikingertagen und einem weiteren Strand-Open-Air sah die Eckernförder Touristik- und Marketinggesellschaft das Potenzial am Südstrand ausgereizt. Deshalb wurde der Terminplan umstrukturiert.

Knackpunkt ist der Lärm ab 22 Uhr

Im Mai wurde jedoch das Eckernförder Oktoberfest auf 2020 verschoben. Dessen Veranstalter wollten keinen Ausfall riskieren, da sich die wegen einer Anwohner-Beschwerde angeschobene Umwelt-Genehmigung verzögerte. Das so entstandene Veranstaltungsfenster am 20. Juli durften die Franz-Betriebe für die Bacardi-Party nutzen.

Doch damit nicht genug: Die Genehmigung wurde keine drei Wochen vor dem Fest wieder aufgehoben. Es war übersehen worden, dass nicht an drei Wochenenden nacheinander am Südstrand gefeiert werden darf. Das wäre mit der Bacardi-Sause aber der Fall gewesen. So musste der Termin auf den 17. August verlegt werden.

Am vergangenen Freitag dann die Enttäuschung für Claus-Christian Franz: Der Bacardi-Beach-Party wird keine Genehmigung erteilt. Knackpunkt ist, dass die Veranstaltung bis 2 Uhr nachts geplant ist.

Am Eckernförder Südstrand sind nachts 45 Dezibel erlaubt

Ab 22 Uhr ist laut Freizeitlärmrichtlinie am Südstrand aber nur eine Geräuschbelastung von 45 Dezibel erlaubt. "Das macht eine Open-Air-Tanzveranstaltung sinnlos", so Franz. Das Ordnungsamt pocht auf die Einhaltung dieser Richtlinie wegen des jüngsten Beschlusses des Oberverwaltungsgerichts.

Die Richter hatten das Strand-Open-Air mit Pur und Pohlmann Anfang August am Eckernförder Südstrand unter Verweis auf die Freizeitlärmrichtlinie zugelassen. Ein Anwohner der Wohnanlage Sandkrug gegenüber hatte bei dem Schleswiger Gericht Beschwerde eingelegt. Am Sandkrug gibt es seit Jahren Ärger um Lärm.

"Wir haben den Beschluss des Oberverwaltungsgerichts zum Anlass genommen, die Freizeitlärmrichtlinie im Genehmigungsverfahren zu berücksichtigen", sagte Ordnungsamtsleiter Klaus Kaschke. Zudem gilt ihm zufolge seit drei Jahren eine Fassung, die geringere Werte vorschreibt als zuvor.

Fläche vor dem K7 wird mit Sand aufgeschüttet

Deshalb reagieren die Franz-Betriebe nun anstatt auf Konfrontationskurs zu gehen. Die Bacardi-Beach-Party findet am Sonnabend, 17. August, ab 20 Uhr auf dem Platz vor dem K7 am Kolm 7 in Eckernförde statt.

"Die Fläche ist nur unwesentlich kleiner als auf dem Strand", so Franz. Rund 1500 Quadratmeter stehen zur Verfügung, die mit Sand aufgeschüttet werden sollen. Wie geplant gibt es eine überdachte Tanzfläche, Pagoden, Liegestühle und eine Bühne, wo DJ Chris Kensington Dance-Musik auflegt.

"Am Strand hatten wir 1200 Gäste erwartet. Ich hoffe, dass die auch hier mitmachen", so Franz. Genehmigt ist die Party noch nicht, das ist laut Klaus Kaschke jedoch in Aussicht gestellt.

Eintrittskarten für die Bacardi-Beach-Party kosten 14 Euro

Wenn alles reibungslos läuft, könnte die Fläche künftig auch für andere Veranstaltungen zur Verfügung stehen, meint Claus-Christian Franz. Das K7 selbst kann ihm zufolge an dem Abend nicht genutzt werden - dafür gilt noch eine Nutzungsuntersagung vom Bauamt. Wegen des schwebenden Verfahrens will Franz nichts dazu sagen.

Eintrittskarten für die Bacardi-Beach-Party gibt es für 14 Euro plus Gebühren bei Famila. Bereits gekaufte Karten behalten ihre Gültigkeit, können aber auch zurückgegeben werden. An der Abendkasse werden ebenfalls 14 Euro verlangt.

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