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Eckernförde Kommandeur: Marine braucht zwölf U-Boote
Lokales Eckernförde Kommandeur: Marine braucht zwölf U-Boote
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16:27 03.04.2019
Von Tilmann Post
„Die Größe des Geschwaders stellt aus meiner persönlichen Sicht ein strategisches Problem dar“, sagt der Kommandeur, Fregattenkapitän Timo Cordes.
Eckernförde

Zum 1. U-Boot-Geschwader mit Heimatstützpunkt Eckernförde gehören unter anderem sechs U-Boote der Klasse 212A. Drei davon sind derzeit in Fahrt. Geplant ist, gemeinsam mit Norwegen weitere Einheiten anzuschaffen. Die Skandinavier wollen vier, die Deutschen zwei U-Boote kaufen.

"Ein Vertrag ist noch nicht unterschrieben, aber ich gehe davon aus, dass das bald erfolgt und diese Boote innerhalb der nächsten zehn Jahre kommen", sagte Fregattenkapitän Timo Cordes (42) im Interview mit den Kieler Nachrichten. "Das ist auch nötig, denn die Größe des Geschwaders stellt aus meiner persönlichen Sicht ein strategisches Problem dar. Mit sechs Booten lässt sich zu wenig Führungspersonal generieren", so Cordes weiter.

Nato fordert mehr verfügbare U-Boote

Der Verband qualifiziere jährlich im Durchschnitt einen Kommandanten. Das sei "de facto zu wenig". Diese Ausbildung sei auch nötig, um in der U-Boot-Führung des Marinekommandos, im Maritime Operations Command und auch in anderen Stellen, zum Beispiel für Rüstung, tätig zu sein.

Auch die Forderungen der Nato über die Anzahl der verfügbaren U-Boote sind Cordes zufolge gestiegen. Deshalb hält der Kommandeur den Ruf nach mehr Booten für legitim. Aber er schränkt ein: "Darüber zu befinden, ist letztendlich Aufgabe der Politik."

Zum Vergleich: Griechenland hat elf Boote

Im Interesse kontinuierlichen Nachwuchses und der gestiegenen Bündnisanforderungen reichten auch acht U-Boote nicht aus, so der Chef von 715 Soldaten. "Aus meiner persönlichen Sicht sollten wir in Deutschland auf zwölf Boote aufwachsen", sagte Cordes, der seit Juli 2018 Kommandeur ist.

Timo Cordes nannte Zahlen zum Vergleich: Frankreich verfüge über 1500 aktive U-Boot-Fahrer, Griechenland operiere mit elf Booten. "Da ist also mehr drin", so der Fregattenkapitän.

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