Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Eckernförde Mit dem Shuttle mal eben übern Kanal
Lokales Eckernförde Mit dem Shuttle mal eben übern Kanal
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:33 17.04.2019
Von Cornelia Müller
Anheben, festschnallen und ab nach Kiel: Der Shuttle, der Fußgänger und Radler bis zum 15. Mai von Neuwittenbek über die große Kanalbrücke bringt, kommt an. Manfred Hartmann (rechts) ist begeistert, wie motiviert Fahrer Matthias Hilse anpackt. „Die Sperrung der alten Brücke ist für uns ein Segen“, resümiert er. Quelle: Cornelia D. Mueller
Neuwittenbek

Montagmorgen. Der Seniorenbeiratsvorsitzende Manfred Hartmann hat zwölf Mitstreiter zusammengetrommelt für eine Test-Busfahrt nach Kiel-Suchsdorf. Sechs Kilometer gilt es zu bewältigen im Kleinbus mit Fahrradanhänger.

Keine 15 Minuten dauert die Tour von Neuwittenbek über die vierspurige neue Levensauer Hochbrücke bis zu Supermärkten mit Cafés, Apotheke, Fachmärkten und Haltestelle der Busse in Kiel.

Einige Tester haben Fahrräder dabei. Schließlich hat die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) den Bürgern der Kanalgemeinde und der umliegenden Dörfer Service versprochen. 

Bis 15. Mai ist die Levensauer Hochbrücke tabu

Vom 15. April bis 15. Mai, wenn erste Vorbereitungen für Abriss und Neubau der alten Brücke laufen, und diese selbst für Fußgänger und Radler tabu ist, dürfen sie den Bus nach Suchsdorf inklusive Fahrrad montags bis freitags von 6 Uhr bis Mitternacht nehmen.

Er fährt im Halbstundentakt und bedient vier Haltestellen nördlich des Kanals sowie zwei in Suchsdorf. Am Wochenende fährt er jede Stunde hin und zurück. Für den motorisierten Verkehr bleibt die alte Brücke sogar bis 1. September gesperrt. Er weicht auf die neue Brücke aus.

„Welch Luxus für Menschen ohne Auto!“, schwärmt Hartmann am ersten Tag. „Normalerweise kommt man höchstens mit dem vollen Schulbus über den Kanal. Den Rest des Tages, am Wochenende, in den Ferien läuft gar nichts. Wer nicht über die Brücke geht oder radelt, ist aufgeschmissen.“

So viele Fahrgäste aus Neuwittenbek haben die Busfahrer nicht erwartet

Matthias Hilse, Fahrer des schwarzen Kleinbusses der von der WSV engagierten Firma Vineta, ist Montagmorgen hellauf begeistert. Zwölf Fahrgäste auf einmal in Neuwittenbek und dazu viele Fahrräder hat er nicht erwartet.

Das Befestigen der Drahtesel auf dem Hänger ist noch gewöhnungsbedürftig, klappt dann aber bestens. Die Gruppe winkt ihm beim Aussteigen dankend zu, geht Kaffee trinken und kehrt ein paar Touren später zurück.

„Zum Einkaufen mal eben nach Kiel“, heißt der Spruch des Tages. Wer hätte das nach Jahren erfolglosen Kämpfens für die Wiedereröffnung des Bahnhofs Neuwittenbek gedacht?

Auch Tag zwei, der Dienstag, bringt den Busfahrern Überraschungen. „Mein Mann war heute morgen gleich drüben“, erzählt Regina Zorn, die gerade an der Haltestelle Altwittenbek eintrifft. Jetzt will auch sie „schnell mal rüber“, wo die Familie noch eine Wohnung hat.

Schnell zum Einkaufen über den Nord-Ostsee-Kanal nach Kiel

Auch Hartmann ist wieder da mit Rad. Diesmal rollt ein roter Kieler Stadtbus heran, der sich mit dem Kleinbus abwechselt. Fahrer Jürgen Berg arbeitete heute ebenfalls für Vineta. „Das muss sich einspielen“, sagt er lächelnd und packt Hartmanns Drahtesel an.

„Der Fahrradanhänger ist für E-Bikes nicht optimal. Außerdem kann ich in diesem Bus Kinderwagen und Rollatoren mitnehmen. Ein paar Fahrräder haben trotzdem Platz.“ Auch er staunt über die Resonanz und Freude der Fahrgäste.

„Vorhin stieg eine Dame mit Hackenporsche ein“, berichtet er. „Sie war überglücklich, dass sie so einfach und ohne Parkplatzsuche in Kiel einkaufen kann.“ Auch Hartmann strahlt. Und er warnt schon mal vor.

„Nach den Osterferien kommen all die Schüler mit Fahrrad dazu, die von Suchsdorf weiter nach Projensdorf und Kronshagen müssen", weiß er. "Meine Enkel sind auch dabei. Ob der Anhänger dann wohl ausreicht?“

Hier finden Sie den Fahrplan der Shuttle-Busse.

Mehr Nachrichten aus der Region Eckernförde lesen Sie hier.

Hier sehen Sie mehr Bilder vom Shuttle für Radler und Fußgänger über den Nord-Ostsee-Kanal.

Auf diesen Tag haben die Gäste bereits gewartet: Nach fast zwei Monaten Umbauzeit ist das Ostsee-Info-Center zwischen Hafen und Strand in Eckernförde wieder geöffnet. Zahlreiche Besucher nutzten sofort die Möglichkeit, die Ausstellung zu erkunden. Die Crew hat einige neue Angebote installiert.

Tilmann Post 16.04.2019

Mit nun bereits 38 Punkten hat man beim Fußball-Landesligisten Eckernförder SV den Abstiegskampf abgehakt. Doch damit nicht genug: Auch mit dem sechsten Tabellenplatz gibt sich das Team von Trainer Maik Haberlag nicht zufrieden. „Wir wollen die Top Fünf angreifen“, sagt der ESV-Coach selbstbewusst.

16.04.2019

Vor gut einem Jahr hat Schwedeneck die Straßenausbaubeiträge abgeschafft. Auch Dänischenhagen debattierte im Dezember kontrovers über das Thema. Da die Abstimmung im Patt endete, gilt die Satzung weiterhin. Nun schieben die beiden finanziell klammen Gemeinden die nächsten Projekte an.

Kerstin von Schmidt-Phiseldeck 16.04.2019