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Eckernförde Zoff um marode Schachtdeckel
Lokales Eckernförde Zoff um marode Schachtdeckel
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17:24 16.11.2017
Von Burkhard Kitzelmann
Marco Koch (CDU) vor einem reparaturbedürftigen Schachtdeckel in der Straße Am Markt. Nach Ansicht des Bauausschussvorsitzenden hätten dieser und andere marode Schachtdeckel längst saniert werden müssen. Quelle: Burkhard Kitzelmann
Gettorf

Der selbstständige Handwerksmeister Marco Koch gilt als ruhig und ausgeglichen. Dass er einmal laut wird, wie jetzt in der jüngsten Sitzung des von ihm geleiteten Bauausschusses, kommt äußerst selten vor. Der CDU-Kommunalpolitiker geriet in Rage, weil der Ausschuss in Sachen Schachtdeckelsanierung von Bürgermeister Jürgen Baasch (SPD) „immer wieder aufs Neue hingehalten“ werde. Längst, so beklagte Koch, hätte der Bürgermeister die Reparatur in Auftrag geben sollen, „doch nichts ist passiert“. Lediglich bei zwei, drei Kanalzugängen sei etwas gemacht worden – „aber nur, weil dort Gefahr im Verzug war“.

Rückblende. Anfang 2015 beschweren sich Anwohner aus der Süderstraße und dem Hasselrott in der Bürgerfragestunde einer Bauausschusssitzung über den Lärm, der durch die defekten Schachtdeckeleinfassungen verursacht wird. Die Deckel liegen nicht mehr plan auf, zum Teil haben sich um sie herum Schlaglöcher gebildet.

Prioritätenliste für die Schachtdeckelsanierung

Wie Marco Koch am Donnerstag erläuterte, waren insgesamt rund 30 Schachtdeckel betroffen. Es sei damals eine Prioritätenliste erstellt worden. Der Bauausschuss habe beschlossen, dass diese Liste innerhalb von drei Jahren abgearbeitet wird. Koch: „2015 sollten die am stärksten betroffenen Deckel repariert werden, 2016 die mittelschwer beschädigten und 2017 die noch nicht so stark beschädigten Deckel.“ Mittlerweile, so Kochs Befürchtung, dürfte sich mancher Schachtdeckel, der 2015 noch in Kategorie drei gelistet wurde, in Kategorie eins befinden. An den besonders stark betroffenen Kanalzugängen bestehe die Gefahr, das die Schachtdeckel „irgendwann den Halt verlieren“. Außerdem: „Je länger mit der Sanierung gewartet wird, umso teurer könnte es am Ende werden“, ist der Ausschussvorsitzende überzeugt.

Jürgen Baasch räumte auf Nachfrage ein, die Sache „ein bisschen verschleppt“ zu haben. Allerdings sei es ihm auch „wichtig gewesen, dass keine Steuergelder verbrannt werden“. Eine Firma habe sich die Schächte angeschaut, ein Leistungsverzeichnis erstellt und ein Angebot abgegeben. Basierend auf diesem Leistungsverzeichnis habe eine andere Firma ebenfalls ein Angebot eingereicht. Dann habe sich durch eine Nachfrage ergeben, dass das zuerst erstellte Leistungsverzeichnis nicht komplett war. Inzwischen aber, so der Bürgermeister, seien alle offenen Fragen erklärt, und er werde die Auftragsvergabe jetzt unterschreiben. Die Kosten für die Sanierungsarbeiten belaufen sich seinen Angaben zufolge auf rund 20000 Euro.

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