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Eckernförde Gettorf will Studenten anlocken
Lokales Eckernförde Gettorf will Studenten anlocken
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20:27 21.05.2019
Von Jan Torben Budde
Möchten in ihrem Haus ein Studentenzimmer anbieten: Inge und Uwe Hansen aus Gettorf gefällt das Projekt "Wohnen für Hilfe" des Studentenwerkes. Quelle: Jan Torben Budde
Gettorf

Inge (73) und Uwe Hansen (75), beide Mitglieder im Seniorenbeirat, finden das Studenten-Projekt charmant. Die Eheleute aus Gettorf möchten deshalb gern ein Zimmer in ihrem Haus anbieten. Als Gegenleistung schwebt ihnen vor, dass der Studierende ihnen gelegentlich bei der Gartenarbeit hilft. Das Paar verweist auf die gute Bus- und Bahnverbindung nach Kiel. „Man kann auch zur Uni radeln“, sagt Inge Hansen.

Wohnungsnot ist ein Dauerthema

Wie das alternative Wohnprojekt funktioniert, erläuterte Alexandra Dreibach vom Studentenwerk am Montagabend im Gettorfer Sozialausschuss: Die Zimmerwirte, egal ob jung oder alt, bekommen Hilfe im Haushalt sowie nette Gesellschaft – und der Studierende freut sich über eine günstige Bleibe. „Wohnungsnot ist ja ein Thema, worüber seit Jahren deutschlandweit heiß diskutiert wird – die Zimmernot ist ungebrochen“, so die Projektleiterin. Das Problem lasse sich zwar nicht auf die Schnelle lösen, aber durch das Angebot des Studentenwerkes zumindest lindern. Zudem freuten sich nicht nur ausländische Studenten über eine gewisse Nestwärme im Alltag.

Schmerzgrenze der Studenten liegt bei 15 Kilometern

Das soziale Projekt hat sich etabliert: „Bummelig um die hundert Wohnpartnerschaften“ gibt es nach Schätzung von Alexandra Dreibach aktuell. Was die Entfernung von der Unterkunft zur Uni angeht, liege die Schmerzgrenze der Studenten bei etwa 15 Kilometern. Ein paar hundert Wohnpartnerschaften seien seit 2013 in Kiel und Umgebung vermittelt worden – unter anderem in Altenholz, Dänischenhagen, Neuwittenbek, Kronshagen, Flintbek, Preetz, Heikendorf, Schwentinental, Ottendorf und Achterwehr.

Die Anzahl der bisherigen Wohnpartnerschaften in Gettorf schätzt Alexandra Dreibach auf etwa zehn. Es sollen mehr werden. „Ich freue mich auf jedes Angebot aus den Umlandgemeinden und Kiel“, betont die Projektleiterin. Gerade Gettorf bezeichnet sie wegen der Nähe zur Landeshauptstadt und der guten Verkehrsanbindung als „Wunschort“ auf ihrem Zettel.

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