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Eckernförde Gettorf will den Radverkehr fördern
Lokales Eckernförde Gettorf will den Radverkehr fördern
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18:46 27.12.2018
Von Cornelia Müller
Die Ecke Meierhof/Kirchhofsallee (Blickrichtung Parkschule) ist sehr gefährlich. Auf beiden kombinierten Fuß-/Radwegen mit Vorfahrt gegenüber dem Meierhof dürfen Radler in beide Richtung fahren. Dazu kommt eine Fußgängerquerung ohne Zebrastreifen und die Einmündung der Fußgängerzone, aus der Radler wiederum keine Vorfahrt haben. Quelle: Cornelia D. Mueller
Gettorf

Die Fraktion der Grünen konnte die Mehrheit der Gemeindevertreter noch kurz vor Weihnachten von ihrem Konzept überzeugen. Radeln statt Autofahren soll sicherer und attraktiver werden. Im Bauausschuss hatten einzelne Punkte noch keine Mehrheit gefunden.

Der Fünf-Punkte-Katalog „Förderung des Radverkehrs“ basiert auf einer Radtour mit den Grünen im Oktober, an der 40 Bürger und Vertreter aller Fraktionen teilgenommen hatten. Sie hatten die Brennpunkte selbst auf dem Drahtesel erfahren. 

Das soll sich alles ändern in Gettorf:

Wo kombinierte Rad-/Fußwege, die in beide Richtungen freigegeben sind, Einmündungen queren, wird an das die Verkehrszeichen „Vorfahrt gewähren“ ein Zusatzschild montiert, das auf Radler von links und rechts hinweist. Nur langfristig lösbar: Viele kombinierte Wege haben nicht einmal die Mindestbreite.

Die Bahnunterführung der Steenredder/Rotdornweg wird für Radler freigegeben, der stolperträchtige Belag ausgebessert. Die Bügel, die bisher Radfahrer fernhalten sollen, werden so eingestellt, dass sie zum Schutz der Fußgänger als Tempobremse dienen, aber keine Hürde für Biker sind. Der Weg ist Abkürzung zu Schulzentrum und Sportpark.

Am Ravensberg gibt es deutlich zu wenige Fahrradbügel

Im Gewerbegebiet Ravensberg wird mit den Geschäftsführern der Discounter verhandelt, um künftig wesentlich mehr Fahrradbügel aufzustellen. Bisher können nur 20 Räder angeschlossen werden. Für Autos gibt es dagegen 300 Parkplätze.

Die Bushaltestelle Kieler Chaussee/Mischenmoor soll Fahrradbügel für Pendler bekommen. Nur von hier dürfen Studenten, die in Gettorf und Umland wohnen, mit dem Semesterticket nach Kiel fahren. 

Über die Kirchhofsallee muss die Verkehrsaufsicht entscheiden

In der Kirchhofsallee, wo auch im kurzen Tempo-30-Abschnitt vor der Parkschule zu schnell gefahren wird, soll auf ganzer Länge zwischen Meierhof und Bahnübergang 30 Kilometer pro Stunde als Höchstgeschwindigkeit gelten. Radler sollen weiterhin auf dem kombinierten Fuß-/Radweg fahren dürfen.

Das darf nicht die Gemeinde allein entscheiden. Sie muss die Änderung bei der Verkehrsaufsicht (Kreis) beantragen. Laut Amt Dänischer Wohld besteht nur Chance, wenn eine erhebliche Verkehrsdichte mit Fußgängergefährdung nachweisbar ist.

„Das Fahrrad hat als umweltfreundliches und gesundheitsförderndes Verkehrsmittel auch in Gettorf noch viel Luft nach oben“, resümiert der Grünen-Fraktionschef Tim Holborn.

Wer einen Jahresparkausweis für die Gemeinde Strande besitzt, muss ab Neujahr tiefer in die Tasche greifen, denn die Gebühr fällt höher aus. Im Januar tritt die neue Verordnung für die drei öffentlichen Parkplätze innerhalb der Gemeinde in Kraft - mit einem Preissprung von einem Drittel.

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