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Eckernförde Kein Plastik am Punschstand
Lokales Eckernförde Kein Plastik am Punschstand
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17:27 31.05.2019
Von Jan Torben Budde
Der Weihnachtsmarkt in Gettorf soll noch größer werden. Im vergangenen Jahr gab es elf Buden mit einem bunten Mix von Kunsthandwerk bis zu Büchern, dazu vier Gastro-Stationen und ein weihnachtlich-musikalisches Programm. Quelle: Manuela Schütze
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Gettorf.

Im Frühjahr für die Adventszeit zu planen, mag merkwürdig anmuten. Doch Ulrike Münzberg-Niemann, Standortmanagerin der Gemeinde, muss mit interessierten Standbetreibern wegen des Weihnachtsmarktes rechtzeitig ins Gespräch kommen. Vorher braucht sie für ihr Konzept aber noch grünes Licht von der Kommunalpolitik. Es gibt zwar einen Beschluss, dass die Gemeinde die Trägerschaft für die Veranstaltung vom 13. bis 15 Dezember in der Fußgängerzone übernimmt. Allerdings lautet eine Vorgabe, dass die Standortmanagerin das Defizit senkt.

Jetzt präsentierte Ulrike Münzberg-Niemann ihre Vorstellungen im Gettorfer Haupt- und Finanzausschuss. Eine „schwarze Null“ zu erreichen, ist ihres Erachtens schwierig. Doch immerhin lasse sich das Weihnachtsmarkt-Minus nach ihrer Kalkulation um etwa 3200 Euro auf knapp 5000 Euro reduzieren.
Wie das? So sieht das Konzept der Standortmanagerin vor, die Einnahmen zu erhöhen, in dem die Zahl der Buden und die Standgebühren für Gastronomie und Kunsthandwerker erhöht werden – allerdings bis zu einer gewissen „Schmerzgrenze“.

Für traditionelles Flair sollen rustikale Hütten in Holzoptik sorgen

Nach Ansicht von Ulrike Münzberg-Niemann kann der Gettorfer Weihnachtsmarkt, der 2018 nach Jahren wiederbelebt wurde, eine Erweiterung durchaus vertragen. „Die Besucher haben zeitweise Schlange gestanden“, dachte die Standortmanagerin zurück. Sie sieht Potenzial, so habe es etliche begeisterte Rückmeldungen von Besuchern, Standbetreibern und Geschäftsleuten gegeben. Deswegen möchte sie „die Holzbuden und das gastronomische Angebot bis zum Alexanderplatz ausdehnen“.
Wie bereits im vergangenen Jahr sind auf der Gettorfer Adventmeile, die am Marktplatz beginnt, außer Kunsthandwerk und Gastro-Ständen unter anderem auch Basteleien, eine Musikbühne für Laienspielgruppen, ein Streichelzoo und ein Besuch des Weihnachtsmanns vorgesehen. Zudem möchte die Standortmanagerin nach Rücksprache mit der Gettorfer „Lenkungsgruppe Standortmarketing und Wirtschaftsförderung“ noch mehr Aktionen für Kinder einbauen.

Plastik wird in Gettorf verboten

Und: Diesmal soll ein „Stromplan“ dafür sorgen, dass der Weihnachtsmarkt genug „Saft“ hat. Denn die Stromversorgung habe sich im vergangenen Jahr als Herausforderung entpuppt, so Ulrike Münzberg-Niemann.
Plastik wird auf dem Weihnachtsmarkt tabu sein. Diese klare Ansage erhielt die Standortmanagerin im Ausschuss noch mit auf den Weg. Für den Ausschank von Getränken soll die Gastronomie ausschließlich Mehrwegbecher verwenden. „Plastik ist nicht mehr zeitgemäß“, betonte Ausschussvorsitzender Tim Holborn (Grüne). Das gelte auch fürs Geschirr.