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Eckernförde "Glaubensschätze" als Jubiläumsgeschenk
Lokales Eckernförde "Glaubensschätze" als Jubiläumsgeschenk
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07:32 10.07.2019
Von Kerstin von Schmidt-Phiseldeck
Freuen sich über das Buch mit 70 Glaubensschätzen: Christine Drews und Pastor Dirk Große, die Teil des Redaktionsteams waren. Quelle: Kerstin v. Schmidt-Phiseldeck
Altenholz-Stift

Das 165 dicke Werk steht ganz im Geiste des Eivind-Berggrav-Zentrums: Es beschäftigt sich – vielfältig, anregend und offen in alle Richtungen – mit dem Woher und Wohin des Lebens. Fragen, die sich wohl jeder irgendwann mal stellt.

Die jüngste Autorin im Buch ist gerade acht Jahre alt, die Älteste 96: Das steht für facettenreiche Betrachtungen. Christoph Störmer, von 1987 bis 2002 Pastor in Altenholz und danach bis zum Ruhestand Hauptpastor in Hamburgs St.-Petri-Kirche, ist in dem Buch ebenso vertreten wie mehrere Konfirmanden und die aktuellen Pastoren.

Es verwundert nicht, dass unter den Beitragenden auch jemand wie der 81-jährige Uwe Bonsen ist, der gleich bekennt: Er gehört zu jenen 30 Prozent der Kirchenmitglieder, die nicht an Gott glauben. Der mit vielem Kirchlichem hadert, aber im Bekenntnis Jesus‘ zu Barmherzigkeit, Friedfertigkeit und Gerechtigkeit auch eine Verkörperung hellenistischer Ethik sieht, die er für humanistisch gültig hält. Und weil sich sonst niemand um den „beachtlichen Menschen Jesus von Nazareth und seine Ethik kümmert“ und die Kirche zudem als Instrument sozialer Infrastruktur in Deutschland bisher unersetzlich sei, zahlt Uwe Bonsen bei aller kritischen Distanz weiter seine Kirchensteuer.

Das Buch soll auch ein Spiegel der Geschichte von Altenholz sein

Illustriert ist sein Beitrag mit Fotos des „Geistkämpfers“ von Ernst Barlach vor der Kieler Nikolaikirche. Auch die optische Gestaltung des Buches war wichtig, erklären Christine Drews (51) und Pastor Dirk Große (59) vom sechsköpfigen Organisationsteam. Viele Bilder stammen von Claus Döpper. Dieses Buch soll auch ein Spiegel der Altenholzer Geschichte sein, ein zeitloser Schatz, der zum Nachdenken anregt. Eben etwas über das Jubiläum hinaus, das man auch in 20, 30 Jahren noch gerne aufblättert.

„Es umarmt alles, was in der Gemeinde an Glaube ist, aber auch an Zweifel“, sagt Christine Drews. Da gebe es jugendlich-frische Beiträge ebenso wie solche mit tiefer Lebenserfahrung: „Es zeigt, was Glauben alles ausmacht.“

Ihr eigener Beitrag beschäftigt sich mit einer Frage, die viele Menschen bewegt: „Wo ist Gott im Leid?“ Sie stellt dabei kritische Fragen zum Wohlstand der Menschen in Europa, „angehäuft auf dem Rücken der Menschen in Afrika, obwohl wir Gerechtigkeit lieben“.

Schreiben über Glauben ist eine Herausforderung

Pastor Dirk Große, der regelmäßig Predigten verfasst, erklärt, das Schreiben über seinen Glauben sei auch für ihn eine Herausforderung gewesen: „Ich habe mehrere Anläufe gebraucht“. Es sollte „nicht zu verkopft, zu theologisch“ werden. 70 Beiträge gab es schließlich für das Buch, obwohl es zwischendurch auch mal so aussah, als würde das ambitionierte Geburtstagsprojekt scheitern.

Der Förderkreis der Kirchengemeinde unterstützte das Vorhaben mit einem Zuschuss von 5000 Euro, die Auflage liegt bei 1000 Exemplaren. Dirk Große erzählt lächelnd von Rückmeldungen wie jene von der alten Dame, die jeden Tag einen „Glaubensschatz“ liest. Oder von jenem Mann, der erst ein Exemplar kaufte – und am nächsten gleich fünf weitere, zum Verschenken.

Auch die Kirchengemeinde verschenkt das anregende Werk der Gemeindemitglieder zu besonderen Anlässen. Zudem wird es zum Selbstkostenpreis von 15 Euro verkauft: im Kirchenbüro in der Stifter Allee 2, außerdem nach den Gottesdiensten.

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