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Eckernförde Goosefeld ebnet der Firma Punker den Weg
Lokales Eckernförde Goosefeld ebnet der Firma Punker den Weg
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19:42 25.02.2020
Von Tilmann Post
Die Firma Punker kann an der Ecke Rendsburger Straße/Niewark in Eckernförde nicht bleiben, da dort für die Expansion des Unternehmens kein Platz mehr ist. Quelle: Christoph Rohde
Goosefeld/Eckernförde

Wo derzeit noch Wintergerste auf dem Feld wächst, soll der größte private Arbeitgeber Eckernfördes mit rund 300 Mitarbeitern seinen neuen Platz finden. Das künftige interkommunale Gewerbegebiet entsteht westlich der Bundesstraße 203 zwischen den Straßen Ravenshorst und Katzheide.

4,5 des 8,2 Hektar großen Gebiets ist für die Firma Punker vorgesehen. Auf der restlichen Fläche können sich weitere Betriebe ansiedeln. Die Größenverteilung stieß nicht bei allen Fraktionen der Goosefelder Gemeindevertretung auf Zustimmung.

„Den 4,5 Hektar für Punker hätten wir zugestimmt. Aber mit der Versiegelung von fast der doppelten Fläche sind wir nicht glücklich“, sagte Anke Pischke-Sarp. Sie und die beiden weiteren Vertreter der Alternativen Wählergemeinschaft votierten gegen das Vorhaben, das mit fünf Ja-Stimmen dennoch angenommen wurde.

Eckernförder Punker-Firmensitz für Expansion zu klein

Der Lüfter- und Ventilatorradhersteller Punker hatte bereits vor einigen Monaten bekanntgemacht, dass das Unternehmen expandieren will und der Firmensitz am Niewark mit 2,5 Hektar Größe nicht mehr ausreicht.

Schnell stellte die Verwaltung fest, dass es im Stadtgebiet kein geeigntes Grundstück in der nötigen Dimension gibt, und nahm deshalb Kontakt zum Amt Schlei-Ostsee auf. „In Goosefeld haben wir einen Landeigentümer gefunden, der bereit ist, eine Fläche zu verkaufen“, berichtete Bürgermeister Rüdiger Zander von der Wählergemeinschaft Goosefeld.

Es musste jedoch das gesamte Grundstück sein, nur ein Teil in der von Punker benötigten Größe hätte der Besitzer nicht verkauft. Eckernfördes Bürgermeister Jörg Sibbel (CDU) sagte: „Wir freuen uns, dass wir das Unternehmen Punker durch die Errichtung eines interkommunalen Gewerbegebiets in der Region halten können.“

Goosefeld allein darf das Gewerbegebiet nicht einrichten

Es gehe darum, dass die Arbeitsplätze in der Region bleiben. Damit seien Kaufkraft und die Einkommensteuer-Anteile für die kommunalen Haushalte verbunden. Er wies darauf hin, dass die Ratsversammlung dem Vorhaben noch zustimmen muss.

Goosefeld allein darf das Gewerbegebiet nicht einrichten. „Das würde die Landesplanung nicht erlauben“, erklärte Gunnar Bock, Amtsdirektor Schlei-Ostsee. Große Betriebe müssten sich demnach auch an größeren Orten orientieren.

Das künftige Gebiet bleibe in der Trägerschaft Goosefelds, aber beide Kommunen teilen sich alle Kosten und Einnahmen. Zuständig ist eine Lenkungsgruppe, die aus den Bürgermeistern und je zwei Gemeindevertretern besteht.

Firma Punker will Absichtserklärung unterschreiben

Nun laufen zunächst die Planverfahren an. Wenn alles glattläuft, beginnt die Erschließung des Grundstücks im November 2021, ein halbes Jahr später könnte der Hochbau beginnen. „Sollten Fördergelder eingeworben werden, dauert alles ein Jahr länger“, so Bock.

„Das ist eine gut vorbereitete Lösung“, sagte Punker-Geschäftsführer Henning Bähren gestern. In trockenen Tüchern sei der Umzug noch nicht, aber das Unternehmen wolle eine Absichtserklärung unterschreiben.

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