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Eckernförde Großmast-Bau direkt an der Hafenkante
Lokales Eckernförde Großmast-Bau direkt an der Hafenkante
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19:01 12.02.2019
Von Tilmann Post
Jakob Stierbach hat sich vorgenommen, dem Rohling innerhalb einer Woche mit dem Elektro-Hobel ein runde Form zu geben.
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Eckernförde

Die Schwierigkeit: Aus dem Holz in Quaderform soll ein runder Mast werden, der nach oben hin zuläuft. Skipper und Bootsbauer Jakob Stierbach und ein Helfer nehmen unter dem Zeltdach direkt an der Hafenkante zunächst eine Kettensäge für die groben Arbeiten zur Hilfe. Im Anschluss wird der Rohling mit dem Elektro-Hobel vollendet. Der neue Mast ist für ihn eine Premiere: „Ein so langes Stück Holz habe ich noch nie bearbeitet“, sagt er.

Der 25 Jahre alte Großmast der Gaffelketsch „Platessa“ muss ausgetauscht werden, weil er durch Wind, Salzwasser und die enormen Kräfte, die beim Segeln wirken, mit der Zeit weich geworden ist, erklärt Jakob Stierbach. „Beim Wenden schlackert er schon ordentlich“, sagt er. Wie der Nachfolger ist auch der alte Mast aus Douglasie. „Nadelholz wächst lang und gerade. Zudem hat es längere Fasern als Laubholz, dadurch ist es elastischer“, so der 25-Jährige.

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Auch der Besanmast wird ausgebessert

Hat der Mast erst einmal seine endgültige Form erhalten, ist die Lackierung an der Reihe. Sieben bis acht Schichten erhält das Holz, damit es widerstandsfähig bleibt. In der Zwischenzeit kommt der bestellte Kran an die Hafenkante, um den alten Mast zu legen. „Wir nehmen auch den Besanmast herunter, um die Gelegenheit zu nutzen, ihn zu überprüfen und auszubessern“, so Stierbach.

Die 19 Meter lange „Platessa von Esbjerg“ ist eine Zwei-Mast-Gaffelketsch des Vereins „Lebensgemeinschaft Eiderdrift“ mit Heimathafen Eckernförde. Der Verein unternimmt mit seinem Projekt „Erlebnis-Segeln“ Fahrten auf der Ostsee mit pädagogischem Ziel. Dabei wird traditionelle Seemannschaft gepflegt und an die Mitsegler weitergegeben, um zur Persönlichkeitsbildung beizutragen. Jakob Stierbach und Klaus Hueck führen das Schiff, nachdem es bis 2017 unter der Verantwortung von Skipper Ewald Huß unterwegs war.

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