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Eckernförde "Pro Kultur am Südstrand" nun ein Verein
Lokales Eckernförde "Pro Kultur am Südstrand" nun ein Verein
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22:12 30.09.2019
Von Tilmann Post
Der Verein "Pro Kultur Eckernförde/Südstrand" will mitreden, wenn es um Veranstaltungen in Eckernförde geht. Der Vorstand besteht aus Gerrit Baumeister, Heidi Krassowski, Dirk Krassowski, Florian Pultermann, Elisa Belz und Jan Meese (von links). Quelle: Tilmann Post
Eckernförde

Der volle Name des Vereins lautet "Pro-Kultur-Eckernförde-Südstrand" und wurde einen Tag vor dem Info-Abend am Montag im Utgard in Eckernförde gegründet. Laut Satzung geht es darum, "unterstützend darauf hinzuwirken, das kulturelle Angebot der Stadt Eckernförde, insbesondere auf dem Gebiet des Südstrands, zu erhalten und gegebenenfalls zu erweitern".

Der Verein will sich für einen Konsens zwischen der Stadt, den Veranstaltern, den Besuchern und der direkten Anwohnerschaft einsetzen - "vor allem im Hinblick auf die gesetzlichen Bestimmungen zum Lärmschutz", wie es in der Satzung heißt.

"Pro Kultur" baut Druck auf

Gleichzeitig baut der Vorstand mit Gerrit Baumeister an der Spitze Druck auf. "Wenn sich bis Dezember nichts bewegt, gibt es im April wieder eine Demo", sagte er am Montag beim Informationsabend im Utgard an die Adresse von Politik und Verwaltung Eckernfördes. Nun seien Ideen und Engagement gefragt.

"Mit einem Verein ist unsere Kraft fünfmal stärker", sagte Heidi Krassowski, zweite Vorsitzende. Ziel sei es, eine vernünftige Argumentation für kulturelle Events aufzubauen. "Beim Lärmschutz gibt es viele Möglichkeiten, die Stadt hat aber nicht genug getan."

Initiative traf einen Nerv in Eckernförde

Gerrit Baumeister hatte nach der Absage der "Bacardi Beach Party" aus Lärmschutzgründen im August spontan die Facebook-Gruppe "Pro Kultur am Südstrand" gegründet und damit einen Nerv getroffen. Innerhalb kurzer Zeit hatte die Gruppe mehr als 1000 Mitglieder, inzwischen sind es 6250.

Daraufhin meldete Baumeister für den 8. September eine Demonstration an, zu der 3000 Menschen kamen. Sie gingen dafür auf die Straße, dass am Südstrand Partys und Konzerte auch über 22 Uhr hinaus stattfinden dürfen.

Fokus nicht nur auf den Südstrand

Das war nach Freizeitlärmrichtlinie in diesem Jahr erstmals von der Stadt nicht zugelassen worden. Hintergrund waren die Beschwerden eines Anwohners aus dem gegenüberliegenden Wohnkomplex Sandkrug beim Verwaltungsgericht Schleswig.

Das Engagement des Vereins müsse sich nicht nur auf den Südstrand beschränken, meinte Baumeister am Montag. Während der Versammlung fielen Projekte wie Eisbahn oder Angebote für Kinder und Jugendliche. Schritt für Schritt könne "Pro Kultur" sich auch dafür einsetzen.

Ideen von den Mitgliedern

Die Ideen dazu sollen von den Mitgliedern kommen. Dazu will der neue Verein bis zum Frühjahr einmal pro Monat eine Veranstaltung organisieren. Den Auftakt macht ein Konzertabend für Mitglieder mit dem Songwriter Georg auf Lieder am Freitag, 15. November, im Nachtcafé.

Weiter geht es mit Anpunschen an der Südstrand-Grillhütte (7. Dezember), einer Handicap-Disco im Januar und einer Frühjahrsputz-Aktion am Südstrand im Februar. Außerdem sollen die monatlichen Vorstandssitzungen - so weit es geht - öffentlich sein.

Neben Gerrit Baumeister und Heidi Krassowski besteht der Vorstand aus Elisa Belz, Florian Pultermann (3. und 4. Vorsitz), Dirk Krassowski (Schatzmeister) und Jan Meese (Schriftführer). Der Monatsbeitrag beläuft sich auf fünf Euro. Der Verein sei nicht auf Gewinn aus, das Geld werde in die Homepage (pro-kultur-eck.de) und Veranstaltungen gesteckt, so Heidi Krassowski.

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