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Eckernförde Europa-Reise mit kurzen Wegen
Lokales Eckernförde Europa-Reise mit kurzen Wegen
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07:00 03.07.2018
Von Kerstin von Schmidt-Phiseldeck
Europa macht Spaß: Am Italien-Stand herrschte bei (v.l.) Frida (11), Emilia (10) und Sönne (11) gute Stimmung. Sie luden unter anderem zu einem Nudelquiz ein.  Quelle: Kerstin v. Schmidt-Phiseldeck
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Altenholz

Naschereien unterschiedlichster Art, herzhafter Käse, Olivenhäppchen und vieles mehr: Nach dieser Europareise brauchte mancher kein Mittagessen mehr. In kleinen Gruppen hatten die Fünftklässler wochenlang die von Lehrerin Jessica Marczynski koordinierte Traditionsveranstaltung des Gymnasiums vorbereitet. Dafür trafen sie sich in der Freizeit.

Norwegischer Käse

Jette, Lily (beide 10) und Sophie (11) fielen an ihrem Norwegen-Stand mit schönen Trachten auf. Zudem hatte die Gruppe eine besonderen Käse für die Besucher besorgt: „Das ist Gulbrandsdal“, erklärte Jette: „Die Norweger sehen das als Nationalgericht.“

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Entdeckung Lettland

Die Länder wurden verlost. Marlene (10), Freya und Liese (beide 11) erhielten dabei Lettland – und waren anfangs unglücklich. „Weil wir das Land nicht kannten“, geben die drei offen zu. Mittlerweile sind sie begeistert von dem Staat im Baltikum: Das traditionsbewusste Lettland sei sehr vielfältig, mit Wäldern und Stränden, auch der Zusammenhalt soll dort sehr groß sein, erzählt die Gruppe.

Europa-Wissen ist wichtig

Schulleiterin Cornelia Hörsting war sehr angetan von den Ideen der Schüler. „Das Wissen über Europa ist wichtig, um Vorurteile abzubauen“, sagte sie: „Bei den Kleinen anzufangen, ist die beste Grundlage.“

Es gibt auch Trennendes

Nach einer langen Zeit des Zusammenwachsens in der Europäischen Union ist im Moment allerdings auch viel vom Trennenden die Rede. Das nehmen natürlich eher ältere Schüler wahr – wie Laura Hellmann (16) aus Altenholz. Sie interessiert sich sehr für England, lebte fünf Monate in Irland. Klar, dass der für 2019 geplante Ausstieg der Briten aus der EU sie beschäftigt: „Schade, wenn man da nicht mehr so schnell hinkommt.“ Der Brexit zeige aber auch, was ein Land mit einem Austritt verlieren kann.

Internet und Austausch

Mit Marje Kaack aus Dänischenhagen und Lia Schwarze aus Kiel-Schilksee (beide 16) besucht Laura Hellmann die digitale Klasse des Gymnasiums. Und trotz mancher Grenzdiskussion eint die drei Zehntklässlerinnen das Gefühl, dass die Welt weiter zusammenwächst – auch durch das Internet. Wobei Austauschbesuche die Kontakte noch stärken, weiß Lia Schwarze: Sie ist mit einer Ukrainerin befreundet. 

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