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Eckernförde Die "Ninive" wird abgewrackt
Lokales Eckernförde Die "Ninive" wird abgewrackt
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16:21 15.11.2017
Von Christoph Rohde
Die "Ninive", die zwei Jahre lang herrenlos an Land am Innenhafen lag, wird abgewrackt. Quelle: Christoph Rohde
Eckernförde

Der stählerner Greifer beißt sich in das Holz. Planken knirschen und zerbersten, wie ein letzter Aufschrei. Auch für Stadtwerke-Chef Dietmar Steffens ist das kein schöner Anblick. „Niemand wrackt gerne ein Schiff ab“, sagt er. „Schade, dass sich keiner mehr dafür interessiert hat.“ Nachdem der im Januar 2015 im Innenhafen gesunkene Traditionssegler geborgen worden war, lag der Rumpf der „Ninive“ zwei Jahre lang an Land. Weder der alte Eigner des Schiffes noch ein angeblicher neuer Erwerber hatten sich zuständig erklärt. Letztlich blieben die Stadtwerke auf dem Wrack sitzen. Auf der Grundlage einer Ordnungsverfügung der Stadt wird der verbliebene Rumpf jetzt beseitigt.

Das Holz des Schiffes muss nach Angaben von Steffens als Sondermüll entsorgt werden. Das Altmetall wird veräußert. Die Kosten für das Abwracken schätzt er auf rund 10<VG>000 Euro. Die Eigentumsverhältnisse für den über 20 Meter langen Gaffelsegler konnten nie wirklich geklärt werden. Der inzwischen aufgelöste Verein „Ninive“ soll das Schiff an einen Hamburger Verein verkauft haben. Verantwortlich fühlte sich aber keiner mehr. So muss letztlich der Hafenbetreiber für die Entsorgung zahlen. Die Abwrackarbeiten werden voraussichtlich noch bis Donnerstag andauern.

Das Schiff war 1980 in Ricklingen (bei Bad Segeberg) im Rahmen eines Resozialisierungs- und Arbeitbeschaffungs-Projekts gebaut worden. Es war der Nachbau eines Pommerschen Lastenseglers aus dem 19. Jahrhundert.

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