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Eckernförde Hagebau legt Standorte zusammen
Lokales Eckernförde Hagebau legt Standorte zusammen
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06:29 05.04.2019
Von Christoph Rohde
Bis zum Winter läuft der Betrieb im Hagebau-Markt Süd (neben Famila) normal weiter. Ende März 2020 schließen sich hier die Türen. Quelle: Rainer Krüger
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Eckernförde

Entlassungen sind nicht geplant. „Die Mitarbeiter aus Süd ziehen an die Noorstraße oder nach Schleswig um“, teilt das Unternehmen mit.

Der Mietvertrag für die Immobilie im Gewerbegebiet Hörst läuft aus. „Das war für uns der Grund, über eine neue Strategie nachzudenken“, sagt Till Peter Siemsen, einer der drei Geschäftsführer des in Eckernförde beheimateten Unternehmens. Die Rendsburger Straße sei der kleinere der beiden Standorte und nicht in dem Maße angenommen worden, wie man es sich gewünscht hätte, fügt er hinzu. So fiel die Entscheidung, die Süd-Filiale zu schließen und in den Standort Noorstraße zu integrieren.

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Service und Beratung sollen ausgebaut werden

„Damit reagieren wir auf veränderte Marktgegebenheiten“, sagt Siemsen. Der Beschluss sei schwer gefallen, aber das Zentrum Noorstraße werde so gestärkt. „Wir gehen jetzt nicht mehr über die Fläche, sondern rücken näher an den Kunden heran.“ Soll heißen: Der Service soll ausgebaut und die Beratung verstärkt werden. Deshalb hält das Unternehmen auch seine Mitarbeiter. Zu den neuen Angeboten, die ausgebaut werden, gehören das Vermitteln von Handwerker-Dienstleistungen, aber auch von technischen Geräten. „Wir verkaufen und reparieren nicht nur Gartengeräte und Baumaschinen, wir vermieten sie auch“, erläutert Siemsen.

Ursprünglich hatte das Unternehmen einen Baumarkt am Innenhafen in beengter Zentrumslage betrieben. Im Jahr 2000 verschaffte sich Hagebau-Siemsen mehr Platz und eröffnete den großen Baumarkt an der Noorstraße. Mit 7200 Quadratmetern Verkaufsfläche und 40<VG>000 Artikel war er damals der größte Baumarkt im Kreis Rendsburg-Eckernförde. Dabei gingen die Siemsens neue Wege mit einem seinerzeit noch ungewöhnlichen 2000 Quadratmeter großen Wohnkaufhaus, das in den Baumarkt integriert wurde. Ein Jahr später ging am alten Baumarkt-Standort Innenhafen die Speicherpassage an den Start. Ein verkleinertes City-Sortiment hatte hier noch kurze Zeit Bestand, wich aber dann einem Branchen-Mix.

Nach dem Aus für Häussler zog Hagebau in den Hörst

2005 eröffnete das Unternehmen die Baumarkt–Filiale im Hörst an der Rendsburger Straße. Nach dem Aus für Bauklotz Häussler ließ Hörst-Investor Famila die leere Halle für 1,3 Millionen Euro umbauen. Als Mieter zog Hagebau-Siemsen ein. Das damalige Kalkül: Von dem Frequenzbringer Famila sollte auch der neue Baumarkt profitieren und umgekehrt. Mit 4900 Quadratmetern ist Hagebau-Süd kleiner als der Hauptstandort Noorstraße. Dafür wurde der Markt vor allem auf die Bereiche familienorientiertes Wohnen und Renovieren sowie Garten und Freizeit ausgerichtet, um sich von seinem größeren Pendant abzuheben. Beschäftigt sind hier 20 Mitarbeiter, an der Noorstraße sind es 60 Angestellte.

Noch bis zum Winter läuft bei Hagebau im Hörst der Betrieb normal weiter. Dann beginnt stückweise der Umzug und der Abverkauf der Waren. Zum 31. März 2020 schließen sich die Baumarkt-Türen am Standort Rendsburger Straße endgültig.

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