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Eckernförde Gettorfs muss mehr Schulden machen
Lokales Eckernförde Gettorfs muss mehr Schulden machen
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11:52 21.12.2018
Von Cornelia Müller
Die Kommunalpolitiker in Gettorf können nicht aus dem Vollen schöpfen. Das Geld für die nötigen Investitionen muss gut zusammengehalten werden. Schließlich stehen 2019 Weichenstellungen für die Zukunft an. Quelle: Patrick Pleul
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Gettorf

Gettorfs Schulden belaufen sich zu Jahresbeginn auf 6,7 Millionen Euro. Umgelegt auf die Bürger sind das 1100 Euro pro Einwohner. Bis Jahresende 2019 wird die Summe bestenfalls auf 6,4 Millionen Euro sinken.

Das millionenschwere Plus der Vorjahre erklärt sich vor allem durch die Grundstücksverkäufe. Das aktuelle Haushaltsvolumen beträgt fast 16 Millionen Euro. Die vier Fraktionen der Gemeindevertretung beschlossen den Etat einmütig

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1,35 Millionen Euro Kreditaufnahme für die Vorflut des Klärwerks Gettorf

„Trotz allem ist unsere Gemeinde vergleichsweise gut aufgestellt“, kommentiert Tim Holborn (Grüne), Chef des Haupt- und Finanzausschusses, das 211 Seiten umfassende Zahlenwerk.

Die größte absehbare Aufgabe des Jahres sei, so Holborn, „die Erneuerung der Abwasservorflut zum erweiterten und sanierten Klärwerk“, an dem die Bauarbeiten noch nicht ganz abgeschlossen sind.

„Dafür haben wir eine Kreditaufnahme von 1,35 Millionen Euro eingeplant.“ Unter anderem müssen die Hauptleitungen zum Werk am Silkendiek von beiden Seiten komplett erneuert und vergrößert werden.

Die Personalkosten machen fast ein Viertel des Haushalts aus

Den Löwenanteil aller Kosten, fast ein Viertel des Gesamtvolumens, muss die Gemeinde fürs Personal hinblättern: Die 77,23 Vollzeitstellen der Gemeinde Gettorf kosten 3,88 Millionen Euro. Tariferhöhungen schlagen da relativ gering zu Buch: 56400 Euro mehr als 2018.

Für die Sanierung der Mühle Rosa sind einschließlich der aus 2018 übertragenen Mittel 290000 Euro verankert. „Sehr viel werden wir in den kommenden Jahren für die Sanierung unserer Straßen ausgeben“, betont Holborn.

„Vieles ist seit den 1970er Jahren unberührt. Und wir haben festgelegt, dass Anlieger keine Ausbaubeiträge bezahlen. Das schlägt sich nieder.“ Über 700000 Euro sind an Aufwendungen für Gemeindestraße vermerkt.

Der Masterplan Gettorf wird 2019 auf den Weg gebracht

Auch der einmütige Beschluss, einen „Masterplan Gettorf mit breiter Bürgerbeteiligung zu erarbeiten und so die Weichen für die Zukunft zu stellen, zeichnet sich schon ab. 100000 Euro für Workshops, Moderation, Planungen sind schon eingestellt.

Für die SPD wies der Vize-Sprecher der Fraktion, Joachim Wendt-Köhler, auf einen positiven Aspekt hin: „Messen wir unser Vermögen, so hat jeder Einwohner über 3000 Euro Anteil.“

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