Herbstversammlung der Heimatgemeinschaft in Noer und Osdorf
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Eckernförde Im Mausoleum:Ausflug zum Grafen von Noer
Lokales Eckernförde Im Mausoleum:Ausflug zum Grafen von Noer
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12:29 29.09.2019
Von Jan Torben Budde
Ausflug zum Noerer Schloss: Die Heimatgemeinschaft Eckernförde bot anlässlich ihrer Herbstversammlung eine Auswahl an Exkursionen an.  Quelle: Jan Torben Budde
Noer

Als sich die gut 20 Besucher zunächst vor dem Schloss einfanden, gab es eine Premiere. Erstmals versorgte Ludwig Strock aus Noer die Ausflügler auf dem Hof mit wissenswerten Fakten über die wechselvolle Geschichte des Anwesens. Jetzt gehören Herrenhaus und Nebengebäude der Gesellschaft für Jugendeinrichtungen und dienen als Jugendgästehaus mit rund 140 Betten und Tagungsräumen. Hier und da unterstützte der ehrenamtliche Schlossführer Peter Schoß seinen angehenden Nachfolger noch bei dessen „Feuertaufe“.

Die Führung im Mausoleum übernahm der 83-Jährige dann selbst. Die Grabstätte im Park ist mit einer Liebesgeschichte verbunden. Im 19. Jahrhundert lebte Prinz Friedrich August von Noer im Schloss. Er galt als Wissenschaftler, besaß eine große Bibliothek. Der Adelige verlor sein Herz an Carmelita Eisenblat, die sich dort als Gouvernante verdingte. „Sie half ihm, die Bibliothek zu sortieren“, so Schoß, „dabei kamen sie sich näher.“

Weil jedoch eine Ehe zwischen einem Prinzen und einer Frau bürgerlichen Standes damals undenkbar war, ließ sich der Verliebte Friedrich August von König Wilhelm I. von Preußen zum Grafen „herabstufen“. 1870 folgte die Heirat mit seiner Carmelita.

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Allerdings starb der Graf von Noer bereits elf Jahre später. Er hatte aber vor seinem Tod einen Platz für besagtes Mausoleum im Noerer Schlosspark ausgesucht.

Es ist ein Oktogon, also ein achteckiger Bau. „Das ist eine Zahl ohne Anfang und Ende, also eine Zahl der Unendlichkeit“, erklärte Schoß. Den Sternenhimmel in der Kuppel im Mausoleum bezeichnete der Noerer Dorfchronist als ein Symbol für das Göttliche. Zudem verwies Schoß auf die Bibelzitate an den Wänden.

Von 2007 bis 2012 wurde das Mausoleum renoviert und restauriert

Dem pensionierten Lehrer zufolge sollen sich in den Särgen noch die Gebeine des Grafen von Noer und seiner Gemahlin befinden. „Wir haben gesagt, dass wir die Totenruhe nicht stören wollen.“

Von 2007 bis 2012 wurde das Mausoleum renoviert und restauriert. „Der Putz bröckelte von der Decke, es gab Feuchtigkeitsschäden, die vom undichten Dach herrührten“, blickte Thomas Becker, 1. stellvertretender Vorsitzender der Heimatgemeinschaft, zurück. Laut Schoß hatte der Verein die Restaurierung der Grabstätte immer wieder vorangetrieben.
„Das Mausoleum ist absolut toll“, zeigte sich Besucherin Erika Kruse aus Osdorf begeistert. Besonders Kuppel und Bibelzitate hatten es der 79-Jährigen angetan.

Bei der Heimatgemeinschaft waren laut Becker rund 160 Anmeldungen zur diesjährigen Herbstversammlung eingegangen. Es standen Exkursionen in Osdorf und Noer zur Wahl. So gehörten eine Busrundfahrt durch Osdorf und Umgebung, ein Rundgang durch den Ort sowie Besichtigungen auf dem Rinderhof Seyer oder in der Räucherkate zum Programm.

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