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Eckernförde Hundetrainer Rütter lässt Strand singen
Lokales Eckernförde Hundetrainer Rütter lässt Strand singen
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12:46 10.08.2019
Von Rainer Krüger
Trotz Nieselregens bewies Hundetrainer Martin Rütter Zugkraft: Rund 2000 Besucher sahen sich den Open-Air-Auftritt am Damper Strand an. Quelle: Rainer Krüger
Damp

Martin Rütters Tipps und Geschichten interessieren: Mit seinem Programm „Freispruch!“ lockte der aus dem Fernsehen bekannte Hundetrainer am Freitag 2000 Besucher vor die Open-Air-Bühne nach Damp. Trotz Nieselregens hörte das Publikum den Plädoyers von Martin Rütter zwei Stunden lang gut gelaunt zu.

„Ihr seht aus wie Schlümpfe.“ Gleich mit dieser Eingangbemerkung brach Marin Rütter das Eis. Was er damit meinte, verstand jeder. Denn die meisten Zuschauer trugen blaue Ponchos die von der veranstaltenden Baltic Eventmanagement GmbH gratis am Eingang verteilt worden waren.

Freispruch oder Tierheim?“

Im Dialog mit dem Publikum kam er am Aktionsstrand schnell auf die wesentliche Frage: „Freispruch oder Tierheim?“ Vor diese Alternative stellte der selbst ernannte Hundeanwalt das Publikum gleich in mehreren Fällen. Doch egal, ob die Anklage Befehlsverweigerung oder permanente Nahrungsbettelei lautete, alle vorgestellten Vierbeiner erhielten einen per Applaus angezeigten Freispruch.

Schließlich konnte der Anwalt der Hunde mit vielen Geschichten eins deutlich machen. Schuld liegt nicht beim Hund. Vielmehr machen die Menschen Fehler, die nicht angemessen auf das tierische Verhalten reagieren. Eine Erklärung für Missverständnisse zwischen Haltern und Hunden hatte er zumindest für die Frauen parat. „Wenn Du den Hund ansiehst, fahren Deine Gefühle Achterbahn, wenn Du Deinen Mann ansiehst, fahren sie nur Karussell“, erkalauerte sich Martin Rütter das Lachen beider Geschlechter.

Tipps für die Hundehalter

Doch in seinen Geschichten verpackte er auch Tipps. Zum Beispiel dabei, wie ein Hund gerufen werden sollte. Der Befehl „Komm!“ war für Martin Rütter ein Fehler. Denn „komm“ tauche als eine Art Füllwort viel zu oft in Sprache auf. Das bessere Ruf-Kommando sei „Hier!“ - am besten mit dem Namen des Hundes.

Martin Rütter filmte Gesangseinlage

Besonders am Open-Air-Auftritt des Hundetrainers in Damp war der Einstieg nach der Pause. Mit einem Schuss sofort verziehener Schadenfreude forderte Martin Rütter das Publikum zum Mitsingen des Darfi-Deutscher-Oldies „Mamor, Stein und Eisen bricht“ auf. Allerdings mit einem passend zur Wetterlage geänderten Text: „Weine nicht wenn der Regen fällt in Damp, in Damp. Es gibt einen, der zu Dir hält: M. R., M. R.“ Marin Rütter nahm das Ganze per Video auf. Anlass für eine Party war das Singen aber nicht. Denn der Großteil des Publikums saß auf Bänken, die von den Veranstaltern kurzfristig organisiert worden waren.

Ausnahme vom Hundeverbot

„Wir haben rund 2000 Zuschauer. Damit sind wir zufrieden“, bilanzierte Veranstalter Daniel Spinler. Absolut in Ordnung war der Open-Air-Auftritt auch für Rike Höhling (20) aus Holzbunge und Freund Simon Kaschner (20) aus Buxtehude. „Es war sehr unterhaltsam“, lobte sie Rütter. Als Frauchen sah sie sich kritisch: „Ich muss konsequenter sein. Unsere Hündin Taira schafft es immer wieder am Tisch Leckereien zu bekommen.“

Hunde gab es auf dem Festival weder auf noch vor den Bühne. Mit einer Ausnahme: „Es gab einen Behindertenbegleithund. Sein Besitzer hatte rechtzeitig sich rechtzeitig gemeldet“, so Spinler.

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