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Eckernförde Abtauchen in die bunte Welt vorm Hafen
Lokales Eckernförde Abtauchen in die bunte Welt vorm Hafen
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05:02 16.01.2018
Von Cornelia Müller
Dem jungen Tauchlehrer Philipp Hoy gelang das faszinierende Foto von einem Seeskorpion am Grund. Der Fisch mit dem bulligen Kopf ist ein nachtaktiver Räuber. Die Weibchen laichen jetzt, die Männchen bewachen die Eier. Quelle: Philipp Hoy
Eckernförde

Ob Plattfisch, Seeskorpion oder Schönheiten wie Fadennacktschnecke, Grüne Samtschnecke, Feuer- und Rippenquallen – sie sind im eisige Wasser auch unterwegs, wenn der Mensch in der Stube bleibt und „keinen Hund vor die Tür jagt“. „Dieser Welt gehe ich mit Leidenschaft auf den Grund“, sagt Peuster, seine Augen leuchten. „Deshalb bin seit 30 Jahren Tauchlehrer. Dieser Sport ist kein Selbstzweck, sondern Mittel zum Zweck.“ Der Winter gibt ihm endlich Zeit für privates Tauchen mit Unterwasserkamera.

"Blumen" wie Seenelken und -dahlien sind auch Tiere 

Angesteckt hat er Philipp Hoy. Schon als Junge schnorchelte der mit Vorliebe. 2013 lernte er bei Tauchen und Meer, Peusters Schule, das Tauchen mit Ausrüstung. Heute ist auch er Tauchlehrer. Credo des 19-Jährigen: „Nur wenn du länger unten bleiben kannst, dringst du mit allen Sinnen in diese ruhige und zugleich wilde Welt vor. Ich war sofort Feuer und Flamme für all das Leben unter der Oberfläche. Ich staune, wie die Wesen und Pflanzen aussehen, wie sie sich bewegen, wie sie agieren.“ Dazu gehören auch besonders fotogene „Blumen“, die auch Tiere sind: kräftige Seedahlien und feingliedrige Seenelken, die ihre Tentakel in der Strömung wiegen und auf Fischchen oder Garnelen als Beute warten.

Die durchbrochene Wand der Mole ist ein spannendes Biotop

Die Spundwand der Mole zieht die Meereswesen besonders an. Sie ist bewachsen, bietet zum Beispiel winzigen Schnecken und Muscheln Quartier. Das lockt auch Fressfeinde. Ständig wird das Bauwerk von kleinen Fischen und größeren Meeresbewohnern umkreist. In die Stahlplatten gefräste Durchlässe sorgen für die belebende Strömung. Auch für Taucher sind die Öffnungen spannend. Etwa drei Grad Celsius hat die Ostsee vor Eckernförde jetzt. „45 bis 65 Minuten halten wir es da unten aus. Der Körper muss ganz schön arbeiten, um warm zu bleiben. 3000 Kilokalorien sind nach einer Stunde verbraucht. Ich bin jetzt jedes Wochenende und meist einmal in der Woche unten. Philipp ist meist dabei“, berichtet Peuster.

Hier sehen sie mehr Bilder von den Tauchgängen im Winter vor Eckernförde.
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