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10:06 30.01.2017
Von Christoph Rohde
Hohe Auszeichnung für den THW-Ortsbeauftragten Michael Marszalek: Editha Mekelnburg vom Landesverband überreicht ihm das THW-Ehrenzeichen in Bronze. Quelle: Christoph Rohde
Eckernförde

In der Jahresabschlussbesprechung am Freitagabend konnte er die Auszeichnung aus der Hand von Edithe Mekelnburg vom Landesverband entgegennehmen. Marszalek ist seit 15 Jahren Mitglied des Ortsverbands, und seit drei Jahren dessen Ortsbeauftragter. Er habe maßgeblich dazu beigetragen, dass sich das Eckernförder THW – stets im Team – zu einem „funkelnden Ortsverband“ entwickelt habe, sagte Editha Mekelnburg. Der Helferzuwachs versiege hier nicht, der Ausbildungsstand sei gut und die Dienststunden Marzaleks lägen schon im Bereich einer Halbtagstätigkeit. „Sein persönlicher Einsatz geht weit über das normale Ehrenamt hinaus.“

 Der Ortsbeauftragte nahm das Ehrenzeichen als Anerkennung für alle Helfer des Eckernförder THW entgegen. Denn die hatten unter seiner Leitung viel geleistet: Übungen führten sie bis nach Dänemark und Polen. Bei Einsätzen waren sie an der Bergung eines Pkw aus der Treene beteiligt und sie verhinderten den Teileinsturz eines Gebäudes in Aschau. Darüber hinaus halfen sie, Flüchtlingsunterkünfte in Seht, Kiel, Puttlos und Rendsburg herzurichten. Dafür zeichnete das Land 46 Aktive des Ortsverbands mit der Nadel „Schleswig-Holstein hilft“ aus.

 Verlass war auf die THWler ebenso bei Veranstaltungen – ob beim Bundesjugendlager in Neumünster, bei großen Regatten, beim Hamburger Hafengeburtstag oder beim Lauf ins Leben in Eckernförde. Bürgervorsteherin Karin Himstedt und Stadtwerke-Chef Dietmar Steffens dankten den „Sandsack-Experten“ zudem für den Hochwasser-Einsatz Anfang Januar. Der stellvertretende Eckernförder Wehrführer Alexander Rüß betonte auch in diesem Zusammenhang die vertrauensvolle Zusammenarbeit beider Hilfsorganisationen. „Diesen Weg gehen wir weiter.“ Einen „großen Schatz unserer Gesellschaft“, nannte der Bundestagsabgeordnete Johann Wadephul (CDU) das THW. „Hier wird etwas geleistet, um das uns andere Länder beneiden.“

 Beengt ist weiterhin die Unterkunft des THW in der Straße Horn. „Wir wissen um die Raumnot“, sagte Mekelnburg. Sie könne keinen Neubau versprechen, aber „es ist ein Erkundungsverfahren über die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben beauftragt“. Bei der Suche nach einem passenden, eventuell schon bebauten Grundstück „sind wir dran“. Wadephul brachte die Preußerkaserne nach einem Umzug des Seebataillons ins Spiel. Das allerdings könne noch mehrere Jahre dauern.

 Für treue Mitgliedschaft wurden Andreas Aschendorf und Andreas Dördelmann (beide 25 Jahre dabei), Frank Schubert (20 Jahre) sowie Mathis Henatsch, Darius Roß und Roger Matthieu (alle 10 Jahre) geehrt. Neues Material erhielt die Fachgruppe Wassergefahren. Das alte Schlauchboot wurde durch ein größeres, leichteres Festrumpfboot ersetzt für Hochwasser- und Sucheinsätze.

 Das THW Eckernförde besteht aus 60 Aktiven und einer 15-köpfigen Jugendgruppe. Auch drei Flüchtlinge sind in den Ortsverband integriert. Landesweit gibt es in Schleswig-Holstein 32 Ortsverbände mit insgesamt rund 5000 Helfern.

Endspurt vor dem Bürgerentscheid. Sonnabendvormittag nutzten Kritiker und Befürworter einer wasserseitigen Bebauung der Eckernförder Gaehtjestraße die Gelegenheit, zu informieren und ihre Positionen darzustellen. Ihre Aktionen in der Fußgängerzone stießen auf großes Interesse.

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