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Eckernförde Nordmänner erobern den Südstrand
Lokales Eckernförde Nordmänner erobern den Südstrand
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19:19 09.07.2019
Von Christoph Rohde
Das Met-Schiff steht schon, der Aufbau am Südstrand hat begonnen. Die Veranstalter Stephan Vollbehr (links) und Kay-Uwe Dammann wollen die ersten Wikingertage in Eckernförde mit vollem Programm fahren. Quelle: Christoph Rohde
Eckernförde

Die Wikingertage zählen zu den größten Wikinger-Veranstaltungen im Norden. Neben dem Traditionstreffen in Schleswig ist jetzt auch Eckernförde mit im Boot. Am Südstrand entsteht ein großes Dorf, das Einblick in das Leben der Nordmänner vermittelt, aber auch für Unterhaltung sorgen soll. Zahlreiche Handwerker und Händler laden zu einer Zeitreise in die Vergangenheit ein. Waffenschmiede lassen den Hammer auf den Amboss klirren, Trinkhörner werden geschliffen, Kettenhemden gefertigt und Pfeil und Bogen geschnitzt. Dazu gesellen sich Drechsler, Steinmetze, Lederer, Schildbauer, Färber und Bäcker mit Lehmbackofen.

In dieser Wikingerwelt können kleine und große Besucher die damalige Handwerkskunst bewundern, aber auch selbst mitwerkeln. Die Atmosphäre im Dorf soll einen Eindruck vermitteln, wie es vor 1000 Jahren in den Siedlungen zuging. Im Zentrum befindet sich der Kultplatz. Hier können sich die Gäste unters Volk mischen, Feuershows und allerlei Schabernack der Gaukler erleben. Sie können ihr Händlerglück versuchen, aber auch ihren Mut bei derben Wikingerspielen auf die Probe stellen.

Abenteuerreisen in die Welt des Frühmittelalters

In der großen Kampfarena werden die damaligen Waffen erklärt und wie sie eingesetzt wurden. Täglich finden Schaukämpfe mit Wikingerkriegern statt. Bei Speer- und Axtwerfen sowie beim Bogenschießen dürfen auch Besucher ihre Geschicklichkeit testen. Friedlicher geht es bei den Kinderspielen zu. Auf die kleinen „Wikis“ warten spannende Abenteuerreisen in die Welt des Frühmittelalters. Dazu gehören auch Basteleien und Puppentheater, die etwas von der Kultur und dem Alltag der Wikinger erzählen.

Die Nordmänner waren hervorragende Seefahrer und Meister des Bootsbaus. Ihre schnellen und seetüchtigen Langboote sind legendär. Mit ihnen gingen sie auf Entdecker-, Handels- und Eroberungsfahrten. Zwei Rekonstruktionen historischer Wikingerschiffe werden während des Festes präsent sein. Die 16 Meter lange „Sigyn“ liegt im Stadthafen und wird vor der Küste segeln. Das kleinere, zehn Meter lange Boot bietet bei günstigem Wind ab Südstrand auch Gästefahrten an (3 Euro).

Sally Gardens und Tears for Beers auf der Wikinger-Bühne

Vor dem Wikingerdorf soll es einen zeitgenössischen Gastronomie- und Händlerbereich geben. Auf der von Tavernen und Met-Schiff eingerahmten Bühne treten Bands auf, um die Festbesucher in Feierlaune zu bringen. Mit dabei sind Tears for Beers, The Sally Gardens, The Nuthouse Flowers und das MacCabe&Kanaka-Trio. Weiter wollen die Ladys von Lunatix mit ihrer Feuershow vor Ostseekulisse beeindrucken.

In Schleswig ziehen die Wikingertage 20<VG>000 bis 25<VG>000 Besucher. Die Veranstalter Stephan Vollbehr und Kay-Uwe Dammann hoffen für Eckernförde auf eine „fünfstellige Zahl“. Zur Premiere wird gleich geklotzt. „Wir wollen uns in einer gewissen Größer präsentieren“, sagt Vollbehr. „Und mit dem vollen Programm.“ Über 200 Aktive – Wikinger und Künstler – werden erwartet. Über 100 Zelte werden am Südstrand stehen.

Stadtverkehr setzt einen Zusatzbus zum Südstrand ein

Öffnungszeiten Wikingertage: Fr ab 12 Uhr, Sa ab 11 Uhr, So ab 10 Uhr. Eintritt: Erw. 9 Euro, Kinder 6 Euro, Familienkarte 25 Euro. Fr ist Familientag mit vergünstigten Preisen. Parken: Parkplatz Südstrand westl. Seite B76 (2 Euro). Zu Stoßzeiten setzt der Stadtverkehr ab ZOB einen Zusatzbus ein. Weitere Infos: www.wikingertage.de

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