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Eckernförde Bei der Schülerbeförderung hakt es noch
Lokales Eckernförde Bei der Schülerbeförderung hakt es noch
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15:41 25.01.2019
Von Cornelia Müller
Nach der Schule mit dem Linienbus nach Hause: Der Integrale Taktfahrplan baut darauf. Der geplante Verzicht auf Schulbusse verlangt jetzt auch von Schulen Flexibilität. Quelle: Frank Petern (Symbolfoto)
Gettorf

„Was wir im Moment auf dem Tisch haben, ist desaströs“, polterte Kurt Arndt (SPD), Schulverbandsvorsitzender für Gettorf und Umgebung, in der jüngsten Sitzung des Busausschusses. Die Amtsverwaltung hatte Vorarbeit geleistet.

Schulbeginn in Gettorf passt nicht zum neuen Busfahrplan

Ankunfts- und Abfahrtzeiten der neuen Buslinien wurden mit Beginn und Ende aller Unterrichtsstunden an der Isarnwohldschule, der Grundschule Gettorf und der Offenen Ganztagsschule abgeglichen. Fazit: Maximal ein Drittel aller Bustouren passen zu den Anforderungen der Schulen.

„Demnach müsste der Schulverband für die Masse der Schüler, die ganz nah an der Schule wohnen, weiter Schulbusse einsetzen – nur wenig zeitversetzt zu den öffentlichen Bussen. Das ist unwirtschaftlich“, folgerte Noers Bürgermeisterin Sabine Mues (CDU). "Das kann’s nicht sein."

Linienführung der Busse im Dänischen Wohld steht fest

Die Quadratur des Kreises? Malte Nevermann, zuständig für den Bereich Regionalentwicklung und Mobilität beim Kreis, widerspricht. Dem Gremium erläuterte er zwar, dass sich an der „gerade überarbeiteten Linienführung zwar nichts mehr ändert“.


Er sei aber optimistisch, dass man mit den ITF-Planern eine funktionierende Lösung auch für den Dänischen Wohld bis zur Entscheidung über das Konzept im Kreistag am 25. März hinbekomme. „Ziel ist, bis zu 80 Prozent der Schülerbeförderung in den Taktfahrplan einzugliedern“, bekräftigt er gegenüber den Kieler Nachrichten.

Schülerbeförderung ist rund um Gettorf besonders ausgefeilt

„Tatsächlich ist das im Wohld mit den vielen Ortschaften besonders schwierig, weil es hier ein besonders ausgefeiltes Schulbussystem gibt, das wesentlich besser funktioniert als in anderen Teilen des Kreises.“ Die vorläufigen Fahrpläne offenbaren, dass sich öffentlicher Bus und Schulkinder in den meisten Fällen um bis zu zehn Minuten verpassen würden.

Busse später auf die Strecke zu schicken, „kommt nicht pauschal in Frage“, betont Nevermann. „Alle übrigen Fahrgäste würden dann nicht rechtzeitig an den Knotenpunkten ankommen, um umzusteigen. Das gilt vor allem für Gettorf, wo alles auf die Bahnanschlüsse abgestimmt ist.“

Je mehr Schulbusse, desto schlechter das Liniennetz

Tatsächlich gäbe es auf einigen Linien noch kleine Spielräume, die man nutzen werden. „Aber es darf kein Tabuthema sein, auch den Schulbeginn geringfügig zu verschieben“, heißt die Botschaft an die Schulverbände. „Das ist zumutbar. Sonst würde der Taktfahrplan in seiner Gesamtheit kippen. Ein attraktives Nahverkehrsnetz wäre dann nicht mehr möglich.“

Die Kosten setzen einer möglichen Kombination von ITF und zusätzlicher Schulbusbeförderung Grenzen. Je mehr Schulbusse wegfallen, desto mehr Geld fließt in den ÖPNV. Auch die Schulverbände hätten etwas davon. Die Kosten für Fahrkarten im Linienverkehr sind nämlich geringer als für ein ganzes Schulbussystem.

Der Kommentar zum Thema.

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