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Eckernförde Gewerbegebiet im Norden könnte wachsen
Lokales Eckernförde Gewerbegebiet im Norden könnte wachsen
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06:29 25.09.2019
Von Kerstin von Schmidt-Phiseldeck
Maßarbeit mit großem Gerät: Peer-Ole Köhnen bugsiert eine Rennyacht in die Halle. Der 36-Jährige ist mit seinem Yachtservice seit fünf Jahren in Lehmkaten vertreten - und könnte gut mehr Platz gebrauchen. Quelle: Kerstin v. Schmidt-Phiseldeck
Altenholz/Dänischenhagen

Peer-Ole Köhnen würde sich sehr über eine Erweiterung freuen - zumal diese direkt westlich von seinem Grundstück liegen würde. Der 36-Jährige betreibt seinen Yachtservice seit fünf Jahren im Gewerbegebiet Lehmkaten - und könnte schon wieder wachsen. "Ich habe größtmöglich gebaut und könnte jetzt das Gleiche noch mal gebrauchen", sagt er. Auf dem gut 2700 Quadratmeter großen Gelände steht eine gut 900 Quadratmeter große Halle für Boote aller Art.

Erweiterung seit Jahren Thema

Der Altenholzer Bürgermeister Carlo Ehrich, sein Dänischenhagener Amtskollege Horst Mattig (beide SPD) sowie dessen Vorgänger Wolfgang Steffen (CDU) hatten in den vergangenen Jahren immer mal wieder Gespräche in Sachen Erweiterung des Gebietes geführt.

Eine wichtige Rolle soll aber auch ein informelles Gespräch zwischen dem Kieler Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) und dem Grundstückbesitzer gespielt haben. Kiel wäre nach den Vorgaben der Landesplanung bei der Erweiterung mit dabei – wie im bestehenden Bereich.

Projekt war 1997 Vorreiter

Auch die CDU Dänischenhagen hatte sich für eine Erweiterung des bei der Gründung 1997 landesweit einzigartigen Projekts stark gemacht. Das bestehende Areal ist voll belegt, mehrere Nutzer würden sich gerne vergrößern.

Doch alleine darf die Gemeinde die Fläche auf ihrem Gebiet an der Mühlenstraße nicht erschließen. „Wir sind froh, dass es in die richtige Richtung geht“, erklärt Fraktionschef Tim Gabrys: Die Gemeinde müsse Einnahmequellen erschließen statt immer nur Geld auszugeben. Doch stattdessen habe man zuletzt die Straßenausbaubeiträge abgeschafft.

Knackpunkt war lange der Preis

Nach einer knappen 5:4-Mehrheit Anfang September im Bauausschuss sprach sich die Gemeindevertretung Dänischenhagen einstimmig für Erweiterung aus: SPD und CDU stimmten dafür, die WIR enthielt sich, weil sie erst die Ortsentwicklungsplanung abwarten möchte.

Ein Knackpunkt war in den vergangenen Jahren die Preisvorstellung für das 16 Hektar große Areal, durch das sich die Größe des Gewerbegebietes verdoppeln würde. Doch da soll es Bewegung gegeben haben.

Freude auch bei Kiels OB Ulf Kämpfer

„Der Marktdruck ist massiv gestiegen, es gibt immer weniger Gewerbeflächen“, erklärt Horst Mattig. Auch die günstigen Zinsen und die „relativ deutliche Nachfrage“ hätten zur Entwicklung beigetragen.

Darüber freut sich auch Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer: Es gebe „den stark wahrnehmbaren Wunsch in Dänischenhagen und Altenholz, über den gemeinsamen Zweckverband neue Gewerbeflächen für die wachsende Wirtschaft der Kiel-Region zu entwickeln. Das ist aus Kieler Sicht sehr erfreulich.“

Thema auch Aufteilung der Steuer

„Wir sind auf gutem Weg, dass das was werden kann“, erklärt auch der Altenholzer Bürgermeister Carlo Ehrich. Man werde nun eine Sitzung des Zweckverbands Entwicklungsgemeinschaft Altenholz-Dänischenhagen-Kiel vorbereiten, die auch Erwerber der Fläche werden soll.

Diese werde wohl im November oder Dezember tagen. Zu den Themen gehört dabei auch die Aufteilung der Gewerbesteuer. Im bestehenden Gebiet wird sie gedrittelt.

Anträge der CDU zum Gewerbegebiet

Die mögliche Vergrößerung des interkommunalen Gewerbegebietes im Norden von Altenholz ist auch Thema eines Antrags der Altenholzer CDU. Anlass sei die Einnahmesituation der Gemeinde, begründet Fraktionschef Mike Buchau.

In einem weiteren Antrag macht sich die CDU zudem dafür stark, trotz der Ortsentwicklungsplanung weiter am potenziellen Gewerbegebiet an der Oskar-Kusch-Straße in Knoop sowie am Baugebiet Brammerkamp zu arbeiten.

Heute tagt die Gemeindevertretung

Weitere Themen in der Gemeindevertretung sind heute unter anderem die Schaffung weiterer Kita-Plätze, die Auswirkung der Ortsentwicklungsplanung sowie Finanzmittel für die Sanierung von Umkleideräumen und Laufbahn. Sitzungsbeginn ist um 17.30 Uhr im Ratssaal des Rathauses.

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